Nützliche Tipps für die Reiseapotheke

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Eine gut bestückte Reiseapotheke sollte ebenso selbstverständlich zum Gepäck gehören wie der Reisepass, Zahnpasta oder Sonnencreme. Die sinnvolle Zusammenstellung hängt von Deinen individuellen Bedürfnissen und natürlich auch vom Reiseziel ab.

Was gehört in die Reiseapotheke?

Zu allererst sollte die Reiseapotheke natürlich alle Medikamente enthalten, die Du regelmäßig einnehmen musst. Für Diabetiker ist das zum Beispiel Insulin. Allergiker sollten ihre Medikamente gegen Allergien nicht vergessen, sowie eine Notfallkarte, die Deine Allergie in der Landessprache Deines Ziellands erklärt.

Da ich glücklicherweise keine chronischen Erkrankungen habe, besteht meine persönliche Reiseapotheke aus folgenden Basis-Medikamenten:

  • Schmerzmittel: Paracetamol (gegen Fieber) und Ibuprofen (gegen Kopfschmerzen und Entzündungen) solltest Du stets parat haben.
  • Imodium Akut: Falls Dich auf einer langen Busfahrt unverhofft der flotte Otto überrascht, hilft nur noch die Chemiekeule. Bitte wirklich nur im Ausnahmefall nehmen, also wenn Du keine Toilette aufsuchen kannst, oder der Durchfall extrem ist (dann auch sofort einen Arzt aufsuchen!).
  • Elektrolytpulver: nehme ich bei akutem Wasserverlust zu mir, um den Salz-Wasser-Haushalt auszugleichen, also während Durchfall oder wenn ich sehr stark geschwitzt habe.
  • Superpep-Kaugummis: ich bin leider sehr anfällig für Reiseübelkeit. Wenn ich im Urlaub Bootsfahrten vorhabe, oder mich in einem Land wie z.B. Bolivien schlechte Straßenverhältnisse erwarten, habe ich immer diese Kaugummis dabei.
  • Kohletabletten: Seitdem ich mir einmal kurz vor einem Rückflug aus El Salvador eine Lebensmittelvergiftung zuzog (und entsprechend auf dem Flug leiden musste), habe ich davon immer eine Notration dabei.
  • Nasenspray: verstopfte Nebenhöhlen sind auf Flügen nicht nur wahnsinnig schmerzhaft, sie können sogar Dein Trommelfell reißen lassen. Beginne deswegen schon ein paar Tage vor einem Flug mit der Einnahme von Ibuprofen und Nasenspray.
  • Dolo-Dobendan (Strepsils): Lutschtabletten gegen Halsschmerzen
  • Augentropfen: besonders wichtig für Kontaktlinsenträger
  • Mückenschutz: nicht nur sind die Biester super nervig, sondern übertragen auch Krankheiten wie Gelbfieber oder Dengue-Fieber. Achte hier auf einen möglichst hohen DEET-Wert.

Abhängig vom Reiseziel können weitere Medikamente notwendig sein. Gehört die Destination zu einem Malariagebiet, sind Malariatabletten zu empfehlen – lass Dich da bitte umfassend von einem Tropenmediziner beraten. In München kann ich Dir da wärmstens die Praxis Dr. Frühwein empfehlen. Auf der Webseite findest Du auch umfassende medizinische Tipps für Reisen.

Medikamente im Ausland kaufen?

Heutzutage hat man in den meisten Ländern der Welt einfachen Zugang zu Medikamenten. Trotzdem empfiehlt es sich grundsätzlich, die gesamte Reiseapotheke zuhause zu bestücken, damit du im Notfall gleich alles griffbereit hast. In der Shop Apotheke lassen sich diese einfach und günstig online bestellen.

Bei Reisen in EU-Länder musst Du dir hierbei am wenigsten Sorgen machen. Die klinische Prüfung von Medikamenten ist EU-weit harmonisiert, sodass ein einheitlicher Qualitätsstandard in der Europäischen Union gewährleistet ist.

Achtung bei Betäubungsmitteln

Befinden sich in deiner Reiseapotheke starke Schmerzmittel, Beruhigungsmittel oder Betäubungsmittel, ist bei Reisen nach Ostasien und in den arabischen Raum Vorsicht geboten. Länder wie Singapur oder die Vereinigten Arabischen Emirate haben sehr strenge Betäubungsmittelgesetze. Im schlimmsten Fall setzen sich Touristen dem Verdacht aus, Drogen einzuführen.

Die unterschriebene Bescheinigung eines Arztes, am besten auf Englisch und der jeweiligen Landessprache, bietet Schutz vor solchen Verdachtsmomenten. In der Bescheinigung sollten alle mitgeführten Medikamente aufgelistet sein.

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Regelungen für Einfuhr und Ausfuhr in Deutschland

Aufgrund der deutlich günstigeren Preise im Ausland decke ich mich vor meinem Rückflug nach Deutschland oft mit Basis-Medikamenten ein. Das ist auch völlig legal, denn bei der Ein- und Ausfuhr von Medikamenten für den persönlichen Bedarf wird seitens der deutschen Behörden keine Genehmigung verlangt.

Die Menge, die einem persönlichen Bedarf entspricht, ist allerdings gesetzlich nicht explizit geregelt. Als sinnvolle Faustregel gilt ein möglicher Verbrauch der Medikamente binnen drei Monaten entsprechend der Dosierungsanleitung auf dem Beipackzettel.

Achtung: wenn die Medikamente in Deutschland nicht zugelassen und registriert sind, greift das sogenannte Verbringungsverbot nach §73 des Arzneimittelgesetzes (AMG).

Reiseapotheke im Handgepäck oder Koffer?

In der Regel bietet es sich an, die Reiseapotheke im Koffer zu verstauen. Die Temperaturen im Frachtraum von Passagierflugzeugen fallen nicht unter den Gefrierpunkt, sodass für die Medikamente keine Gefahr besteht.

Menschen, die auf die kontinuierliche Einnahme ihrer Medikamente angewiesen sind, sollten diese allerdings zur Sicherheit im Handgepäck unterbringen. Dadurch ist sichergestellt, dass auch bei Verlust des Gepäckstücks, bei Umleitungen oder Verspätungen keine Engpässe entstehen.

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