So schön ist der Balkan! Meine Top 10 Balkan Highlights

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Fünf Wochen lang bin ich im Sommer 2014 alleine als Backpackerin durch den Balkan getingelt, als ich auf dem Landweg von München nach Istanbul (und weiter bis Iran) unterwegs war. Und selten wurde ich so sehr von einer Region überrascht!

Die Strände mit glasklarem türkisem Wasser, die atemberaubenden Berge, Fjorde, Wasserfälle und Schluchten, sowie die antike Ruinen und hippen Hauptstädte haben mich in Südosteuropa absolut begeistert.

Deswegen habe ich für Euch, als kleine Inspiration, in diesem Artikel meine Top 10 Balkan Highlights aus Kroatien, Bosnien & Herzegowina, Montenegro, Albanien und Bulgarien zusammengestellt.

Update 2017: Aufgrund der großen Nachfrage habe ich die Orte nun von Nord nach Süd geordnet und werde in Kürze Tipps für das Reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln hinzufügen. Viel Spaß!

Lesetipp ? Meine Erfahrung als alleinreisende Frau im Balkan


Meine Reiseführer-Empfehlungen für den Balkan:

Zur Vorbereitung Deiner Reise empfehle ich Dir den Lonely Planet Southeastern Europe, anscheinend der einzige Reiseführer weit und breit, der den kompletten Balkan abdeckt!

Ansonsten kann man sich die Guides für die entsprechenden Länder einzeln zusammenkaufen, zum Beispiel den Stefan Loose Kroatien oder die Trescher-Reiseführer für Bosnien, Montenegro, Albanien oder Mazedonien.


MEINE TOP 10 BALKAN HIGHLIGHTS

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#1: Zagreb, Kroatien

Warum die kroatische Hauptstadt von so vielen Durchreisenden links liegen gelassen wird, ist mir ein Rätsel. In den Gassen der hübschen, verkehrsberuhigten Altstadt mit ihren unzähligen Restaurants, Bars und Cafés fühlte ich mich sofort wohl. Außerdem ist die Stadt sehr gut mit Bahn und Fernbus an Süddeutschland angebunden – ein idealer Startpunkt für Deine Balkan-Reise!

Mal etwas erfrischend anders ist das Museum der gescheiterten Beziehungen, wo persönliche Erinnerungsstücke von vergangenen Romanzen ausgestellt sind.

Auch die Umgebung von Zagreb kann sich mehr als sehen lassen: die Stadt ist umgeben von saftig grünen Weinbergen. Für einen Tagesausflug biete sich zum Beispiel das Städtchen Samobor an.

#2: Krka Nationalpark & Šibenik, Kroatien

Da ich so schnell wie möglich in den Süden vordringen wollte, übersprang ich einen Großteil der kroatischen Küste (und schweren Herzens die zu abgelegenen Plitvicer Seen) und nahm einen direkten Fernbus in die nette kleine Hafenstadt Šibenik.

Von dort ist es nur noch ein Katzensprung in den Krka Nationalpark. Dieser ist zwar im Sommer völlig überlaufen, aber die unfassbar schönen Skradinski Fälle und die in allen Grüntönen schimmernde Flusslandschaft sind in jedem Fall einen Besuch wert. Hier mein ausführlicher Blogbericht zu den Krka Fällen.

#3: Herzegowina, Bosnien und Herzegowina

Die Region Herzegowina im Süden von Bosnien war kulturell und landschaftlich eine der spannendsten. Die Altstadt von Mostar ist ein absolutes Juwel und der beste Ausgangspunkt für Ausflüge zur Burg Počitelj, den Wasserfällen von Kravice und zur Buna-Quelle in Blagaj.

Spektakulär sind auch die Bus- bzw. Zugfahrten von Mostar nach Sarajevo und weiter durch den Sutjetska Nationalpark nach Trebinje.

#4: Sarajevo, Bosnien und Herzegowina

Immer noch ein echter Geheimtipp unter den Balkan-Hauptstädten ist Sarajevo. Die Altstadt sieht aus, als hätte man Wien und ein osmanisches Dorf je in der Hälfte auseinandergeschnitten und zusammengeklebt: in der einen Stadthälfte prunken schicke Habsburger Bauten, die andere ist voller Moscheen und Teehäuser, so urig, wie man sie heutzutage in der Türkei fast nicht mehr findet.

Außerhalb der Altstadt sind die Spuren der 4-jährigen Belagerung von Sarajevo noch immer stark sichtbar – unvorstellbar, welche Horrorszenen sich hier vor gerade einmal 20 Jahren abgespielt haben. Mehr über die jüngere Geschichte Bosniens erfährt man in der herzzerreißenden Galerija 11/07/95.

#5: Durmitor Nationalpark, Montenegro

Der Durmitor Nationalpark in Montenegro war mein absoluter Lieblingsort der Balkanreise. Vor allem der türkisblau funkelnde Crno Jezero See hat es mir angetan, dessen Name kurioserweise “Schwarzer See” bedeutet. Über gut ausgeschilderte Wanderwege, auf denen man auch alleine und ohne Karte gut laufen kann, lassen sich viele weitere Seen und Hochalmen erschließen.

Auch zur nahen Tara-Schlucht und der gleichnamigen spektakulären Brücke sollte man unbedingt einen Ausflug machen (Taxi ca. 10€). Adrenalin-Junkies können dort auch an Rafting-Touren unternehmen.

#6: Kotor-Bucht, Montenegro

Kotor ist nicht ohne Grund das Aushängeschild des Tourismus in Montenegro. Umrahmt von dramatisch hohen Bergketten liegt die schnuckelige Hafenstadt wie ein Juwel in den Fjorden der Kotor-Bucht.

Im August war es wegen der Kreuzfahrtschiffe tagsüber sehr voll in der Altstadt, deswegen unbedingt 1-2 Nächte bleiben und zum Sonnenuntergang auf den Hl. Iwan-Berg raufklettern.

Top Tipp: Das Old Town Hostel in Kotor bietet eine sehr coole “Big Montenegro Tour” an, in der du an einem Tag alle Highlights Südmontenegros kennenlernen kannst: Mt. Lovcén, den Skudari-See, das Ostrog Kloser, Sveti Stefan und Budva.

#7: Strände bei Ulcinj, Montenegro

Während sich Sonnenanbeter aus ganz Europa an den Stränden von Budva fast stapeln, trifft man im ruhigen Süden Montenegros praktisch nur auf Einheimische. Im Dorf Kruće findet man auch zur Hochsaison noch ein süßes kleines Gästehaus mit Meerblick, zum Beispiel über AirBnB.

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Südlich der hübschen Stadt Ulcinj erstreckt sich die weitläufige Velika Plaža, einer der wenigen Sandstrände der Region. An dessen Ende, direkt an der albanischen Grenze, liegt die paradiesische Flussinsel Ada Bojana, die allerdings ein FKK-Resort ist – man kann die Insel aber auch als Tagesgast besuchen und natürlich stört es niemanden, wenn man Badeklamotten trägt 😉

Übrigens: Wenn Du noch mehr über das kleine Juwel Montenegro wissen möchtest, dann schau doch mal in den neuen Spezialartikel:

Montenegro: Das unentdeckte Juwel an der Adria

#8: Tirana, Albanien

Nach Jahrzehnten der Isolation hat sich die albanische Hauptstadt mit ihrem sozialistisch-schrägem Charme zu einem der coolsten Spots im Balkan gemausert. Der angesagte Stadtteil Blloku quillt über mit hippen Cafés, Bars und Hostels (z.B. Radio Bar und Propaganda Hostel).

Tipp: Mit einer Seilbahn erreicht man in nur 30 Minuten den Hausberg Mt. Dajti und kann von dort den genialen Sonnenuntergang bestaunen.

#9: Sofia, Bulgarien

Die bulgarische Hauptstadt war für mich eine der größten Überraschungen der Reise, denn im Sommer sprudelt Sofia geradezu über vor Lebensfreude und Kreativität: jedes Wochenende stehen Straßenfestivals und kostenlose Livekonzerte auf dem Programm, vor allem in der mit Street Art und ultracoolen Läden gesäumten Flanierstraße Ulitsa Tsar Shishman.

Außerdem können Outdoor-Fans Tagestrips in die nahen Vitosha-Gebirge unternehmen. Ideal für einen Wochenendtrip!

#10: Plowdiw, Bulgarien

Besser hätte ich meinen Besuch im charmanten Plowdiw nicht planen können: zum bulgarischen Nationalfeiertag gab es viele folkloristische Theateraufführungen und gleichzeitig wurde die Stadt zur Europäischen Kulturhauptstadt 2019 ernannt.

Obendrein hatte ich das Glück, im 2000 Jahre alten römischen Amphitheater eine Weltklasse-Aufführung der Oper “Aida” mitzuerleben – wo in der Welt bekommt man so etwas für 5 Euro geboten?

Macht auch unbedingt einen Spaziergang durch’s verlassene Tabakviertel und durch die alternative Ulitsa Otets Paisley mit Kuchenpause bei Café Kanela.

Ehrenplatz: Slowenien

Da ich dem wunderschönen Slowenien bereits einen Extra-Artikel gewidmet habe, habe ich das Land in dieser Liste außen vor gelassen. Meine Slowenien-Highlights findest Du hier:

Slowenien ohne Mietwagen: Meine 7 Highlights

Würde Dich eine Balkan-Reise reizen? Falls Du schon dort gewesen bist: wo hat es Dir am besten gefallen? Ich freue mich auf Deinen Kommentar!


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20 Comments

  • Katharina says:

    Wirklich toller Artikel und das sieht alles so unglaublich schön aus:)! Ich habe gerade meinen Flug nach Sarajevo gebucht, zurück geht es dann ab Dubrovnik. Wie sind denn deine Erfahrungen mit Ausflügen und öffentlichen Verkehrsmitteln – kommt man überall gut mit dem Bus hin oder ist man gelegentlich auch auf eine organisierte Tour angewiesen? Der Durmitor-Nationalpark scheint ja schon mal gut geklappt haben :). Ach, jetzt freue ich mich noch mehr!

    Liebe Grüße, Katharina

    • Stefanie says:

      Hi Katharina,
      klappt alles ganz gut mit Öffis, aber zu abgelegeneren Orten (Klöster, kleine Dörfer, Wasserfälle – also überall, wo keine größere Ortschaft in der Nähe ist) muss man eine Tour nehmen oder ein Taxi chartern – kostet auch nicht die Welt! 🙂
      Der Durmitor NP ist sehr gut mit Minibussen über Zabljak angebunden.
      LG Steffi

  • Corleone says:

    Wirklich ein ganz toller Bericht. Ich plane derzeit meinen eigenen Trip in den Balkan und werde versuchen viele dieser Orte zu auch zu besuchen. Du schreibst, dass du viel per Bus gereist bis. Da würde mich mal interessieren, wie du das organisiert hast. Hast du immer erst in den jeweiligen Städten geschaut, wie du weiterkommst oder hattest du irgendeine spezielle Internetseite oder App die alle Verbindungen im Balkan gelistet hat?

  • Katharina says:

    Hi Steffi! Ich plane eine Backpacking Reise durch Serbien/Bosnien/Montenegro im Mai/Juni. U.a. wuerde ich auch gern den Durmitor Nationalpark besuchen und habe dazu ein paar Fragen. Wie bist du von Mostar dorthin gereist? Wie lange warst du dort und warst du allein unterwegs im Park? Gibt es genug Uebernachtungsmoeglichkeiten vor Ort oder ist es gar nicht so touristisch? Vielen Dank im Voraus.

    • Stefanie says:

      Hallo Katharina,
      ich bin über Trebinje nach Nicsic in Montenegro gefahren. Von dort gab es direkte Busse nach Zabljak 🙂
      Ich habe drei Nächte in Zabljak verbracht (der Ort besteht quasi nur aus Pensionen bzw. “Apartmani”).
      Bin an Tag 1 um den Crno-See gelaufen und am Nachmittag mit dem Taxi zur Brücke über der Tara-Schlucht. Tag 2 war die Wanderung zum Jablan-See 🙂 habe alles alleine gemacht. Beim Jablan-See waren zwar nur 10-20 andere Wanderer unterwegs (trotz absoluter Hochsaison), aber der Weg ist gut gekennzeichnet.
      Viel Spass!! Steffi

  • Wolfgang says:

    Servus Steffi,

    ich bin dieses Jahr mit dem Fahrrad von Salzburg nach Athen gefahren – ich hatte vorher keine Vorstellung vom Balkan. Inzwischen bin ich begeistert – ich kann dir nur zustimmen!

    Wolfgang

  • Claire says:

    Toller Artikel. Bin hier gelandet weil ich noch ein paar Reisetipps zu Montenegro haben wollte. Wir brechen in 2 Tagen auch zu unserer Rundreise durch Slowenien-Kroatien-Montenegro-Bosnien und Herzegowina auf. Das wird unsere erste Reise mit Baby…wir sind schon sehr gespannt.

  • Christina says:

    Herrlich, da zieht es mich ja auch schon ewig hin. Hoffentlich klappt es bald 🙂

  • Mazrekaj says:

    Ein sehr gutter Tipp in Albanien Vlora und Saranda, traumhaft schön, nette Leute feines Essen, sehr viel kulturelles zu besichtigen

  • Nicolo says:

    Hi Stefanie,
    beim Surfen über Deinen Blog, den ich sehr gut finde, bin ich bei diesem Artikel hängen geblieben. Wow! Hammer-Tour über den Balkan. Alle sechs Länder stehen noch auf meiner Reiseliste und ich nehme Deine Anregungen mal gleich mit auf.

    Welches Land sollte ich Deiner Meinung nach als erstes besuchen?

    Sonnige Grüße,
    Nicolo

    • Stefanie says:

      Hallo Nicolo!
      Vielen Dank. Mein Favorit ist Bosnien, das würde ich als erstes besuchen, aber jedes Land hat seinen Reiz 🙂
      LG Steffi

  • Myriam says:

    Sehr schön! In der nächsten Woche fahren wir nach Kroatien und wollen einen Tagesausflug nach Mostar machen. Ich bin schon gespannt.
    Wir werden aber zu Beginn erst einmal ein paar Tage an den Plitvicer Seen verbringen. Vielleicht fahren wir anschließend noch in den Krka Nationalpark.

    LG Myriam

  • Paleica says:

    wahnsinn, so wundervolle naturaufnahmen. tolle bilder. sehr geheimnisvoll.

  • Beatrice says:

    Wahrscheinlich würde niemand auf die Idee kommen, unter Tirana den coolsten Spot im Balkan zu vermuten. Wie gesagt, ich bin mega-gespannt, was mich alles in Albanien erwartet und freue mich total. Mit Ostblock-Charme bin ich ja auch aufgewachsen, insofern wird’s wahrscheinlich den einen oder anderen Wiedererkennungseffekt geben. Und auf die Natur bin ich auch sehr gespannt, die muss ja ziemlich spektakulär und unberührt sein.
    Liebe Grüße,
    Beatrice

  • Ariane says:

    Schöner Beitrag! Serbien, Bosnien, Montenegro und vor allem Bulgarien stehen definitiv auch auf meiner Liste 🙂 Zu Zagreb muss ich dir beipflichten, ich fand die Stadt richtig schön, auch wenn die Einwohner immer nur davon geredet haben, dass ihre Stadt ja so hässlich ist und man eigentlich direkt weiter ans Meer fahren sollte 😀

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