Couchsurfing im Iran: Meine Erfahrung als Alleinreisende

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Couchsurfing ist für mich die vielleicht genialste Erfindung des Internets. Einheimische auf der ganzen Welt bieten dort Reisenden einen kostenlosen Schlafplatz und Gesellschaft an, organisieren Events und helfen bei allen möglichen Fragen. Seit 2007 bin ich bereits bei Couchsurfing als Gastgeberin und Reisende aktiv und habe die Plattform natürlich auch bei meiner Solo-Reise durch den Iran genutzt.

Know him as a gift from thy lord
When a guest suddenly shows at your door
– Sana’i, persischer Dichter im 12. Jahrhundert

Dass Iraner einen Gast wahrlich als “Gottes Geschenk” ansehen, durfte ich dabei am eigenen Leib erfahren, denn nicht umsonst sind die Perser weltweit für ihre Gastfreundschaft berühmt.

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Von meinen insgesamt 5 Wochen im Iran habe ich also über 25 Nächte in den vier Wänden von Einheimischen verbracht.

Was macht das Couchsurfing im Iran so besonders?

Couch-Surfen ist eigentlich das falsche Wort – “Perserteppich-Surfen” wäre angebrachter, denn traditionell schläft man im Iran auf dem Boden. Als Matratze dienen oft nur 1-2 dicke Wolldecken. Klingt unbequem, war’s aber überhaupt nicht, und Dein Rücken wird’s Dir danken.

Aber was das Couchsurfen im Iran so spannend macht? Ich könnte mir kein Land vorstellen, in dem sich das Leben hinter verschlossen Türen so stark vom öffentlichen Leben unterscheidet, und in dem die Wertvorstellungen innerhalb der Gesellschaft so gegensätzlich sind.

Bei meinen Gastgebern in Teheran zeigte sich der Kontrast am stärksten. Der eine Host lebt als Junggeselle im liberalen Norden, hatte eine Freundin (für konservative Eltern ein Tabu) und nahm mich mit zu Hauspartys, bei denen ausgelassen getanzt und verbotenerweise Alkohol getrunken wurde.

Ein anderes Gastgeberpaar, beide noch keine 30 und trotz arrangierter Ehe schwer verliebt, stand täglich um 6 Uhr früh zum Beten auf. Die Frau trägt in der Öffentlichkeit einen Tschador – sie liebt es, wie sie mir versicherte – und einzig ihr Mann und andere Frauen dürfen sie unverschleiert sehen. Der große Traum der beiden ist, endlich als Hochzeitsreise den Schrein des Heiligen Imam Reza in Mashhad besuchen zu können.

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Außerdem geht das iranische Verständnis von Gastfreundschaft weit über das bloße Anbieten eines Schlafplatzes hinaus. Du wirst rundum versorgt mit Essen, Transport, einem Sightseeing-Programm und wirst obendrein manchmal noch mit Geschenken eingedeckt.

So wunderbar diese Erfahrung ist, so anstrengend kann sie nach einer gewissen Zeit werden, da manche Hosts zu überfürsorglich waren, mir keine Zeit für mich gaben und meinen Willen bei ihren Plänen nicht miteinbezogen. Da ich normalerweise sehr autonom bin, brauchte ich deswegen ab und zu ein paar Tage Pause vom Couchsurfing.

Ist Couchsurfing im Iran verboten?

Nein. Erstens wäre die Couchsurfing-Webseite in diesem Fall schon längst im Iran geblockt (Facebook, Youtube und Twitter sind es ja auch). Zweitens würden sich ja dann wohl kaum über 15.000 Iraner mit einem für alle Mitglieder einsehbaren Klarnamen, Foto und Wohnort bei der Plattform anmelden.

Außerdem wurde die iranische Gastfreundschaft ja nicht erst mit der Webseite “erfunden”. Verwandte und Freunde für mehrere Tage bei sich einzuquartieren, oft auch unangekündigt, ist fester Bestandteil der Kultur des Nahen Osten.

Im Iran und der Osttürkei haben mir mehrmals Leute auf der Straße angeboten, bei ihnen zuhause zu übernachten – einfach so.

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Theoretisch muss der Gastgeber seinen ausländischen Gast innerhalb von 24 Stunden bei der örtlichen Polizei registrieren – was natürlich niemand macht, denn wer möchte schon in einem Unrechtsstaat unnötig Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Binde der Polizei oder Einwanderungsbehörde deshalb nicht auf die Nase, dass du bei Einheimischen übernachtest, und nenne niemals den Namen deines Hosts, z.B. bei der Beantragung oder Verlängerung deines Visums, bei der Ein-/Ausreise oder bei einer Polizeikontrolle. Habe zur Sicherheit immer einen Alibi-Hotelnamen parat.

Aber keine Angst, so oft passieren Polizeikontrollen nicht – ich wurde in 5 Wochen nur ein einziges Mal von der Polizei auf einer Nachtbusfahrt kontrolliert (und bekam keine Probleme, obwohl ich zu dem Zeitpunkt sogar meinen Reisepass verloren hatte). Viele iranische Hosts beherbergen fast täglich Couchsurfer bei sich und machen sich überhaupt keine Sorgen. Aber trotzdem: bleib lieber diskret, um eventuelle unangenehme Folgen für deinen Host zu vermeiden.

Ist Couchsurfing im Iran gefährlich?

Wenn man sich an ein paar Grundregeln hält, finde ich Couchsurfing überall auf der Welt sicher. In den 5 Wochen im Iran habe ich auch keine einzige anzügliche Nachricht bekommen, was normalerweise schon ab und zu passiert. Da IranerInnen selten alleine wohnen, couchsurfte ich fast ausschließlich bei Familien, wo ich mich viel wohler und sicherer fühlte als alleine in manchem Hotel (besonders abseits der Touristenorte).

Die grössten “Gefahren” beim Couchsurfing im Iran …?

… von Couchsurfing-Angeboten regelrecht erschlagen zu werden – allein in Teheran bekam ich auf meine offene Anfrage 50 Einladungen!
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… zum großen Festtagsessen der Nachbarschaft eingeladen zu werden und von einem Hühnerhaufen von 30 fremden Frauen herzlichst aufgenommen und mit Fragen und Fotowünschen bombadiert zu werden
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… von der grenzenlosen Großzügigkeit Deiner Hosts beeindruckt zu werden. Mein Gastgeber in Shiraz hatte zum Beispiel nicht nur seinen Cousin angeheuert, um uns mit dem Auto nach Persepolis zu bringen, sondern bezahlte auch noch Mittagessen und Eintritte für mich (keine Chance auf Widerrede). Und das macht er für alle seine Gäste.
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… von fürsorglichen iranischen Müttern mit köstlichster persischer Hausmannskost verwöhnt zu werden, oft begleitet mit den Worten: “Für Dich haben wir heute etwas besonderes gekocht!”
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… dich wie ein Depp zu fühlen, wenn du mal wieder an einen dieser unglaublich gebildeten Iraner gerätst, die sich so sehr für deutsche Kultur interessieren und mit dir über Goethe, Nietzsche und Schopenhauer reden möchten und du selbst… keine Ahnung hast 😉couchsurfing-im-iran-familie

… dich zu fragen, ob du jemals in deinem Leben all die dir entgegengebrachte Gastfreundschaft, Herzlichkeit und Großzügigkeit zurückgeben kannst.

Also: TRAUT EUCH! : )

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Das Buch “Couchsurfing im Iran” von Stephan Orth

Ich staunte nicht schlecht, als ich im Reisebuch-Bestsellerregal “Couchsurfing im Iran: Meine Reise hinter verschlossene Türen” entdeckte.

Wie genial: endlich ein Buch, das den Iran einer breiten Masse von seiner menschlichen Seite zeigen möchte. Dem Autor Stephan Orth spreche ich meinen Respekt dafür aus, einem so kontrovers diskutierten und komplexen Land ein Buch zu widmen und dabei auch deutlich das menschenverachtende Regime zu kritisieren. Schließlich nimmt dafür in Kauf, in naher Zukunft nicht mehr in den Iran reisen zu dürfen.

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Fast laufend konnte ich meine eigenen Erlebnisse und Erkenntnisse als Couchsurferin im Iran in den Erzählungen des Buches wiedererkennen. Dabei war es für mich besonders interessant, welche Erfahrungen der Autor speziell als Mann gemacht hat. Ich habe mich köstlich amüsiert über den unverhofften Verkupplungs-Abend und die wortgetreu abgebildeten SMS von liebestollen Iranerinnen, die den sowieso schon witzigen Erzählstil wunderbar auflockern.

Sehr aufwertend sind auch die grandiosen Fotografien, die illustrierte Landkarte und der hochwertige Einband.

Stephan Orth bemüht sich zwar, seine sehr treffenden Beobachtungen im historischen und kulturellen Kontext zu erklären, hätte aber für meinen Geschmack noch viel tiefer gehen können, selbst wenn das Werk offensichtlich zur Unterhaltung dienen soll.

Detaillierte Beschreibungen zu Sehenswürdigkeiten wird man ebenfalls vergeblich suchen. Mir gefällt aber, dass Stephan Orth an viele ungewöhnliche Orte gereist ist, die bei den meisten Reisenden nicht auf dem Plan stehen und auch erfahrene Iranreisende hier noch neue Eindrücke gewinnen können.

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Besonders kritisieren möchte ich die Vermarktung des Buchs. Nicht nur in dessen Inhaltsangabe, sondern auch in vielen anderen Publikationen wird immer wieder behauptet, dass Couchsurfing im Iran “offiziell verboten” sei. Wie ich weiter oben erklärt habe, ist das eine Lüge, die wohl den Verkauf des Buchs ankurbeln soll – so klingt die Story natürlich gleich viel aufregender.

Die im Klappentext so reißerisch angekündigten “Bikinipartys” und “Sadomaso-Geheimtreffen” entpuppen sich ebenfalls als harmlos. Und zuletzt die Stammtischniveau-Tagline “Urlaub bei den Mullahs” – ist sowas wirklich notwendig? Wenn ich in ein christliches Land reise, mache ich dann auch “Urlaub bei den Pfarrern”? Wirklich extrem schade, all das hätte das Buch doch gar nicht nötig.

Fazit: “Couchsurfing im Iran” ist eine unterhaltsame und kurzweilige Lektüre, die das vielleicht missverstandendste Volk der Welt auf eine sehr sympathische Weise porträtiert. Ich persönlich hätte mir zwar mehr Substanz und weniger Sensationsgier gewünscht, aber bin trotzdem froh um die positive Aufmerksamkeit, die der Iran durch dieses Buch erfahren wird – auf dass es dabei helfen möge, die vielen Vorurteile über das Land abzubauen.


BUCHVERLOSUNG *** BEENDET ***
Gewinn ein Exemplar von “Couchsurfing im Iran”!

Was Du dafür tun musst: Hinterlass mir unter dem Artikel einen Kommentar (mit gültiger E-Mail Adresse!) und verrate mir, ob du schon mal Couchsurfing gemacht hast, und wenn ja, in welchem Land Du bis jetzt Deine schönste Erfahrung hattest. Ich bin gespannt!

Die Gewinnerin ist Christina (Nachweis). Herzlichen Glückwunsch!

Offenlegung: Herzlichen Dank an den Piper-Verlag für das Rezensions- und Gewinnspielexemplar.

42 Comments

  • Mimi says:

    Ich halt’s kurz: Einfach klasse geschrieben. Musste ein paar Mal lachen. Super!

  • Claudia says:

    Hi Steffi, ich werd Aug/Sept auch in den Iran reisen und würde mich auch gerne mal im Couchsurfing probieren, habe es bisher nie gemacht weil ich auch gern etwas Privatsphäre hab, aber warum nicht mal was anderes 😉 ich reise normalerweise relativ spontan, kannst du mir sagen wie viele Tage im Voraus ich die Leute kontaktieren sollte optimalerweise? und hast du auch Männer angeschrieben? Es gibt ja mittlerweile ziemlich viele Iraner die auf Couchsurfing registriert sind, hast du noch nen guten Tipp wie ich da am Besten auswähle? Danke schon mal und liebe Grüße! Claudi

  • Steffi says:

    Hallo Steffi,
    erst einmal: schöner und informativer Beitrag. Für mich geht es im nächsten Jahr auch in den Iran. Deshalb bin ich gerade fleißig dabei Visa-Bestimmungen zu recherchieren. Was für eine Visum hattest du denn? Hast du Erfahrungen mit dem Visa on arrival?
    Viele Grüße,
    (auch) Steffi 😉

    • Stefanie says:

      Hallo Steffi, ich habe mein Visum damals in der Türkei bekommen, deswegen werden dir meine Tipps recht wenig bringen…. Visa on Arrival soll allerdings sehr unproblematisch sein.
      LG Steffi

  • Chris says:

    Hallo Steffi,

    beim Iran bin ich schon länger etwas zwiegespalten – zwar möchte ich dieses wunderschöne Land irgendwann bereisen, aber eigentlich möchte ich auch ungern ein so menschenverachtendes Regime unterstützen. Danke jedenfalls für deinen ausführlichen Bericht, der mir noch mal mehr Lust auf den Iran gemacht hat!

    Das Buch von Stephan Orth habe ich ebenfalls vor ca. einem Jahr “verschlungen”. Ich fand es auch recht kurzweilig geschrieben, aber bin ebenfalls nicht so ganz einverstanden mit der reißerischen Vermarktung gewesen 😉

    Liebe Grüße aus Belize
    Chris

    • Stefanie says:

      Hallo Chris!

      Danke für deinen Kommentar! 🙂

      Inwiefern man eine Reise in den Iran mit seinem Gewissen ausmachen kann sei jedem selbst überlassen, jedoch scheint mir diese Argumentation etwas kurzsichtig und unfair, da andere Länder komischerweise nicht an den gleichen Maßstäben gemessen werden (siehe z.B. China, Usbekistan, Russland…). Ich habe dem Thema einen eigenen Blogartikel gewidmet, wenn du reinschauen magst: http://aworldkaleidoscope.com/reise-iran-moralisch-vertretbar/

      LG Steffi

  • Janine says:

    Liebe Stefanie,

    deine Artikel sind wirklich so toll. Ich habe mich jetzt durch deine Iran Artikel gelesen und würde am liebsten direkt den Flug dorthin buchen. 🙂
    Es gibt ja soviele Reiseblogs, aber du stichst für mich definitiv heraus. Danke dafür!!!!

    Vielen Dank auch, dass du hier nochmal aufgeklärt hast, dass das Couchsurfing im Iran gar nicht verboten ist. Ich dachte dies aufgrund des oben genannten Buches auch. So schnell und einfach verbreiten sich Unwahrheiten also.

    Meinst du es wird auch als Paar möglich sein mit Couchsurfing durch den Iran zu reisen? Du hattest ja geschrieben, dass man als Pärchen z.B. auch kein Händchen halten darf in der Öffentlichkeit. Meinst du Gastgeber tuen sich schwer mit Paaren? (Gäbe es Unterschiede zwischen Paaren und Ehepaaren?)

    Ich war lange nicht mehr als Couch Surferin unterwegs (Ich glaube vor 8 Jahren das letzte Mal), aber bei so viel beschriebener Herzlichkeit, würde ich es im Iran gern mal wieder machen.

    Ich freue mich auf deine Antwort.

    Liebe Grüße Janine

  • Marcel says:

    Hallo Stefanie,

    sehr gut gelungener Artikel mit Kritik über das Buch! Hat meinen Wunsch im Sommer den Iran zu bereisen bestärkt. Sorgen mache ich mir nur bezüglich zukünftiger Reisen in die USA, auch weil ich dort vielleicht studieren werde. Hast du diesbezüglich Erfahrungen?

    Gruß Marcel

  • Dax says:

    Hi,
    super hilfreicher Bericht. Danke dir! Hast du Erfahrungen ob man als gemischtes “Pärchen” auch bei Couchsurfern unterkommen kann?
    Freue mich auf deine Antwort.

    • Stefanie says:

      Gerne! Meinst du als Mann und Frau? Ja klar geht das, gar kein Problem! In sehr konservativen Familien müsst ihr eventuell in getrennten Zimmern schlafen und die Frauen werden auch im Haus ihr Kopftuch nicht abnehmen, aber Couchsurfer sind tendenziell eher modern und offen 😉 keine Sorge!

  • Anna says:

    Hi Steffi,

    wow was für ein toller Bericht! Ich plane ab Juli selbst eine große Reise und fahre unter Anderem auch mit dem Rad durch den Iran. Ein sehr inspirierenden Text hast du da verfasst. Das Buch würde ich furchtbar gerne selbst mal lesen:)
    Ich mache couchsurfing seit mehreren Jahren und habe bisher nur durchweg positive Erfahrungen gemacht. Meine liebste Erinnerung ist an ein Mädel aus Thessaloniki, dass einen Freund von mir u mich aufgenommen hat. Sie hat uns die ganze Stadt gezeigt und ist mit uns per Schiff zu ihren Eltern gefahren, die eine große Party für uns organisiert haben. Es war traumhaft:)

  • Martin says:

    Hallo Steffi,

    kurz vor Toresschluss noch ein Kommentar von mir.
    Wir sind seit 2009 als Familie per Couchsurfing unterwegs, sowohl als Reisende wie auch als Gastgeber. Ich muss dir zustimmen, dass es die wohl großartigste Art zu Reisen ist. Man erhält einen wunderbaren Einblick in das Leben und den Alltag anderer Menschen und Familien und zwar nicht nur im Ausland – das funktioniert genauso auch innerhalb Deutschlands für einen Tripp über ein verlängertes Wochenende. Selbst wenn man als Gastgeber auftritt, reist man praktisch “passiv”, man holt sich andere Länder einfach nach Hause, wenn auch nur punktuell. Ich weiß gar nicht, welche Couchsurfing-Erfahrung unsere Schönste war. Wir hatten viele wundervolle Erlebnisse, ob in Estland, Kosovo, Wales, Bulgarien oder Norwegen.
    Europa haben wir bisher zwar nicht verlassen (außer einem Abstecher in die westliche Türkei) aber gerade der Iran interessiert mich sehr, auch da ich beruflich viel damit zu tun hatte. Leider war ich noch nie dort und da meine Frau nicht in ein Flugzeug steigt, hat bisher immer die Gelegenheit gefehlt, auf dem Landweg dorthin zu reisen – und zurück.
    Vielleicht ergattere ich ja das Buch und wir erhalten dadurch ein paar weitere Einblicke.
    Liebe Grüße
    Martin

  • Beatrice says:

    Liebe Steffi, das ist ein ganz fantastischer Bericht mit den vielen persönlichen Fotos. Ich habe ohnehin große, große Lust, den Iran zu bereisen – das hat sich durch das sympathische Bild, dass Du von den Persern zeichnest, noch mal intensiviert. Ich habe bisher noch nie Couchsurfing gemacht – würde es aber mal ausprobieren. Kann Dein Gefühl allerdings gut nachvollziehen, dass zu viel Fürsorge auch manchmal ein bisschen anstrengend ist. Auch wenn es die Gastgeber ja immer total gut mit einem meinem… “Perserteppich-Surfen” ist übrigens eine coole Wortkreation… 😉
    Liebe Grüße, Beatrice
    (P. S. Ganz herzlichen Dank, dass ich in Deiner Blogroll sein darf.)

  • Barbara says:

    ja ich habe schonmal Couchsurfing gemacht! wir waren damals viel unterwegs – hier in Österreich, Tschechien und auch in Slovenien habe ich schon “couchgesurft” und wir haben dabei durchgehend gute Erfahrungen gemacht!

  • Katharina says:

    Hallo 🙂
    Nach meinem Abitur dieses Jahr habe ich vor eine längere Reise zu machen und überlege auch den Iran zu besuchen.. Da ich als 17-jährige noch nicht wirklich die Möglichkeit hatte viel zu reisen, habe ich bisher auch noch keine Erfahrungen mit Couchsurfing machen können.. würde das aber gerne ändern 😛
    Deswegen würde mich das Buch auch sehr interessieren!
    Liebe Grüße,
    Katharina

  • Sandra says:

    Liebe Steffi,
    Ich finde deinen Post super interessant und würde mich auch sehr freuen das Buch zu lesen.
    Ich hab vor ca einem Monat meine ersten Couchsurfing Erfahrungen gemacht und zwar in Hobart,Australien. Es war eine tolle Sache und ich würde es immer wieder machen 😀 Ich habe dazu auch einen allgmeinen Post über Couchsurfing geschrieben, vielleicht magst du ihn dir ja mal anschauen: http://writteninblonde.blogspot.com.au/2015/04/couchsurfing-and-tips.html?m=1

    Liebe Grüße aus Australien 🙂

  • Sarah says:

    Hallo liebe Steffi!
    Erstmal will ich dir sagen, dass ich deinen Blog unglaublich liebe! Kann gar nicht mehr aufhören, mir deine Reiseberichte durchzulesen 🙂
    Vorallem den Bericht über Marokko finde ich interessant..werde in zwei Monaten für zwei Wochen dort hin reisen und deine Tipps dazu fand ich echt hilfreich. Eine kleine Frage (auch wenn es nicht direkt hier hin gehört..entschuldige!): Hast du die Busse schon vor Anreise gebucht oder erst Vorort? Bin etwas besorgt, dass sie dann überfüllt sind, wenn ich da erst paar Stunden vorher hin komme.
    Jetzt zu deinem Post 🙂
    Habe letztes Jahr ein Auslandsjahr in den USA verbracht und bin dort natürlich auch super viel gereist. Angefangen hab ich mit Airbnb (Privatpersonen, die ihre Couch/Zimmer vermieten), und hab dort durchweg positive Erfahrungen gemacht. Es gibt einfach so liebe Menschen auf der Welt. Vor Couchsurfing hatte ich dann doch noch immer etwas Bammel, denn das schien mir weniger seriös zu sein, zudem hatte eine meiner Freundinnen eine echt schlechte Erfahrung mit einem Host gemacht, woraufhin sie nachts ohne Unterkunft in New York stand.
    Hab es letztendlich dann aber doch probiert, in Philadelphia, mit einer Freundin (meine Variante des Herantastens), und es war eine echt echt tolle Erfahrung! Unser Host war super freundlich, hat uns mit einem Haauuuufen Informationen über die Stadt versorgt, uns abends Tee gemacht und eine popcornreiche Movienacht veranstaltet, nachdem wir über Gott und die Welt geredet haben. Will es in Zukunft unbedingt wieder mal ausprobieren, deine Artikel sind dabei eine große Hilfe! Ich liebe das Reisen und auch alleine in der Welt unterwegs zu sein, finde ich toll.
    Liebste Grüße,
    Sarah

    • Stefanie says:

      Hi Sarah!
      Das ist total lieb von Dir, danke!
      Kein Problem! Nein, ich habe Busse immer erst kurz vor der Abfahrt gebucht und die waren oft sogar ziemlich leer. Bei anderen Busunternehmen außer CTM kannst du oft auch gar keine Tickets kaufen, der Bus fährt ab wenn er voll ist 🙂
      Zufälligerweise habe ich gerade vor 5 Minuten einen neuen Marokko-Artikel veröffentlicht, vielleicht interessiert er dich ja:
      http://aworldkaleidoscope.com/marokko-7-bloggerinnen-verraten-ihre-highlights/
      Schön, dass du eine so tolle CS-Erfahrung hattest, ich hoffe es folgen noch weitere!
      LG Steffi

  • Tim says:

    Hallo Steffi,
    eine super angenehme Couchsurfing-Erfahrung hatte ich in diesem Jahr in Brasilien(Curitiba). Dort hatte mich eine 40-Jährige alleinerziehende Frau ,die 2 Kinder hatte und einen Hund , für “1-2″Tage aufgenommen ,was sich später auf 5 Tage hinauszog :D. Sie sah in mir einen Sohn aus einer anderen Zeit ,da sie sehr spirituell war , glaubte sie an Karma,Reinkarnation etc. wodurch auch sehr interessante Gespräche mit ihr ins Rollen kamen über tiefsinnige Sachen. Zudem bekam ich einen eigenen hausgefertigten Schlüssel, sodass ich unabhängig war und machen durfte was ich wollte. Da die Wohnung in einem großen privaten Bezirk war ,durften die Bewohner dort umsonst in das von der Wohnsiedlung gestellte Fitnessstudio und einen großen Swimmingpool für die Abkühlung danach. Mit dem Sohn wurde ab und zu Playstation gespielt und er sah mich wie eine Art Bruder aus einem anderen Land an. Zudem durfte ich ihr Auto fahren , was ich letzendlich dann lieber sein gelassen hab bei dem Verkehr in Brasilien haha. Da sie selber auch jahrelange Sambatänzerin war und Jeden 2.-3. Tag ihre Skills einübte,nahm sie mich mit für eine Art Schnupperkurs . Blonde große Ausländer wie ich kamen natürlich dort gut an und so wollten die brasilianischen Frauen mit mir Tänze üben. Alles in allem eine sehr witzige und schöne Erfahrung sich woanders so zuhause fühlen zu können 😉

    • Stefanie says:

      Haha Tim, das klingt einfach nur cool! Durch das Couchsurfing wird so ein Ort wie Curitiba erst interessant, oder? 😉 Oh Gott, wie viele brasilianische Freundinnen von mir könnte ich dir jetzt aufzählen, die von einem großen blonden Nordeuropäer als Mann träumen … hihi 😉

  • Lisa says:

    Liebe Steffi,
    ich bin eben über einen Link von Ariane auf deinen Artikel gestoßen und hab mich, weil ich das Buch vor kurzem erst im Laden sah und es eignetlich ganz spannend (haha!) klang, rübergeklickt. Ich bin zwar niemand, der sonderlich viel reist, liebe es aber, davon zu lesen. Alleine zu reisen finde ich dabei besonders beeindruckend, ich werd mich also bei Gelegenheit noch ein bisschen hier durchklicken. Meine bisher einzige Couchsurfing-Erfahrung (die ich wirklich gemacht habe, denn eine hörte schon bei einem nicht zu findenden Klingelschild auf :D) habe ich in einer WG in Prag gemacht, die sehr offen und herzlich waren, ein paar andere Couchsurfer parallel zu Besuch hatten und abends mit uns die Stadt unsicher gemacht haben. Also durchaus positiv, bisher hab ich’s aber trotzdem nicht wieder versucht.

    Liebe Grüße, Lisa (hallogefeha at gmx dot de)

  • Swanni says:

    Liebe Steffi,
    ich habe das erste mal vor fünf Jahren in Israel sehr positive Erfahrungen mit Couchsurfing gemacht.
    Aber die meisten und vor allem besten Erlebnisse und Begegnungen durch Couchsurfing habe ich dann in der Türkei gemacht! Als ich zwei Sommer lang mit meiner besten Freundin durch das Land gereist bin haben wir so nette Menschen getroffen und so unglaublich große Gastfreundschaft erfahren! Meist haben wir nicht nur eine Couch zum schlafen gefunden sondern rundum Verpflegung, Stadtführungen, Familienanschluss und weitere Kontakte.
    Aber die wohl schönste Begenung war in Istanbul, als ich meinen heutigen Freund kennengelernt habe. Nach dem ersten Treffen durch Couchsurfing blieben wir im Kontakt und trotz der großen Entfernung trafen wir uns immer wieder. Und heute wohnen wir zusammen und nehmen manchmal auch Couchsurfer auf 🙂
    Im nächstem Jahr ist mein Traumziel der Iran, dein Blog hat mir auf jeden Fall Mut gemacht dort auch Couchsurfing auszuprobieren und für die vielen Tips und Erfahrungsberichte bin ich dir dankbar!
    Alles Liebe
    Swanni

  • tierliebe says:

    Hab gerade heute morgen den Bericht in der Sonntagszeitung über das Buch gelesen – so ein Zufall.

    Nein, ich war noch nie so unterwegs, das ist nicht so mein Ding, obwohl es sicherlich spannend ist und man viel über die Bevölkerung erfährt.

  • Ilona says:

    Manchmal frage ich mich, warum wir nicht einfach auch so offen sein können, so gastfreundlich, so herzlich. Und dann überlege ich mir, wie oft ich es bin. Würde ich einfach so auf Fremde zugehen und ihnen anbieten, bei mir zu übernachten? Nein, da wäre ich viel zu “kritisch”. Sofort würde ich überlegen, dass ich den Menschen ja gar nicht kenne, dass ich nicht weiß, wie der so drauf ist. Vielleicht ists kein ehrlicher Mensch?
    Und wenn er wirklich nicht ehrlich wäre – hinterher würden alle anderen genauso kritisch denkenden Menschen in meinem Umfeld sinngemäß sagen: “Selbst schuld. Wie konntest du den auch reinlassen? Du kanntest den doch gar nicht!” Da würde wohl kaum einer sagen: “Er hat sich undankbar gezeigt und das Gastrecht missbraucht”. Tja. Vielleicht sind wir einfach zu kritisch.
    Seit ich herzliche Offenheit auf Radtouren – v.a. in Ungarn – kennen gelernt habe, zwar keine Einladungen zum Übernachten, aber viele kleine Freundlichkeiten: eine Flasche kaltes Wasser in der Hitze, ein einfaches “Kann ich helfen?” – habe ich angefangen, auch ungefragt, meine Hilfe anzubieten. Von der Herzlichkeit der Perser und Orientalen bin ich aber noch weit weg…
    Und ich gestehe: Ich kann mich auch zum Couchsurfing nicht durchringen. Schon gar nicht, jemanden bei mir aufzunehmen… zu viele Gedanken gehen mir durch den Kopf. Was ist, wenn der das Fenster nicht zumacht und meine Katzen auf und davon sind? Oder vor allem: Oh gott, dann muss ich ja meine Küche ständig aufräumen! :-O 😉
    Bei anderen übernachten würde ich schon gerne mal, aber ich würde mich lieber vorsichtig “herantasten” und mit einer Freundin fahren statt alleine.

    (so, das war jetzt ein ganzer Roman 😉 )

    LG, Ilona

  • Shirin Behzad says:

    Vielen Dank für den Beitrag!
    Ich habe noch bisher kein Couch Surfing gemacht, aber werde mich in den nächsten Wochen da ran trauen!
    Bin wirklich gespannt und auch entspannt..

  • Annegret says:

    Hallöchen, ich habe noch nicht couchgesurft aber würde sehr gerne dein Buch lesen 🙂

  • christina says:

    Schöner Artikel! Seit deinen Iranposts hab ich das Land auch auf meiner “Bald-sehen” Liste. Ohne dich hätte ich wohl nie interesse dafür bekommen. Danke dir!

    Seit einem Jahr benutz ich couchsurfing und möchte gar keine andere Methode zum “alleine” wo schlafen mehr nutzen. Ob in Paris, Dublin, venedig etc meine Hosts waren bisher super und haben mir soviel gezeigt und waren für mich da. Besonders meine 3 Tage in Dublin waren toll, da dort ein reger Wechsel an Surfern war und ich so 10 Leute aus vielen Ländern traf.

  • Svenja says:

    Hallo Steffi,

    Eine interessante Rezension hast du dort verfasst, nun will man natürlich gern selbst das Buch lesen. 😉

    Übernachtet habe ich über Couchsurfing noch nicht, nutze es aber gern, um neue Kontakte zu knüpfen. So habe ich bei meinem Umzug ins Ausland nette Bekannte kennen gelernt.
    Vielleicht traue ich mich bei meiner nächsten Reise mehr.

    Viele Grüße, Svenja

    • Stefanie says:

      Stimmt, dafür habe ich es auch immer benutzt! Einen einfacheren Weg, neue Freunde beim Umzug in ein fremdes Land/Stadt zu finden, gibt’s wohl nicht. VG

  • Ich habe mich schon oft auf diversen Couchsourfing Plattformen umgesehen und schon das ein oder andere Mal mit dem Gedanken gespielt. Ich muss allerdings gestehen, dass ich bis jetzt immer zu feige war.
    Für den ersten Versuch würde ich auch eher etwas in der Nähe wählen und nicht gleich ans andere Ende der Welt fliegen. Also irgendwas im DACH-Raum für den Anfang. Da bin ich einfach ein bisschen zu sehr Angsthase.
    Das Buch interessiert mich vor allem weil Iran halt auch eine Gegend ist über die man vieles schlechtes hört. Hier wäre meine Angst zu groß um Couchsourfing auszuprobieren. Vielleicht schafft es das Buch ja mir meine Angst zu nehmen und ich traue mich zumindest mal in Österreich oder Deutschland auf einer Couch zu übernachten.

    • Stefanie says:

      Danke für deinen Beitrag, Sabrina. Du wirst jetzt lachen, aber von meinen über 100 Couchsurfing-Erfahrungen war die einzige sehr unangenehme nicht in Brasilien, in Kolumbien, in Marokko, in der Türkei oder im Iran, sondern in …. Österreich! 😉 aber ist natürlich sehr verständlich, dass man sich durch die gemeinsame Sprache und vertraute Umgebung sicherer fühlt. Komm doch mal bei mir in München vorbei! 😉

  • Couchsurfing habe ich noch nicht gemacht, wäre aber gerade für den Iran eine sehr interessante Alternative.
    Bisher als Atheist “nur” nach Santiago und Rom gepilgert und den Spuren Seumes gefolgt (Siehe Blog).
    Herzliche Grüße Heinz-Werner

  • Liebe Steffi,
    na dann mach ich mal den Anfang 🙂
    Dein Bericht ist mal wieder klasse! Alles was du schreibst, ist so eine große Hilfe für Reisende. Auch wir konnten schließlich davon mehrmals profitieren und hatte unteranderem auch ca. vor einem Jahr angefangen, über die Möglichkeit des Couchsurfings nachzudenken. Die Vorstellung gefiel uns und wir meldeten uns bei Couchsurfing an. Wir können deine positiven Erfahrungen nur bestätigen und haben uns getraut, mit fast 50 Jahren mit Couchsurfing zu beginnen :-).
    Wir haben vorher kein Land bereist, in dem so gastfreundliche und hilfsbereite Menschen leben. Man kann es kaum in Worte fassen. Sie freuten sich sehr, dass wir ihr Land besuchten und es war ihnen nichts wichtiger, als uns jeden Tag von Neuem zu erzählen, dass wir doch bitte unseren Freunden vom Iran erzählen sollen und dass Iraner gute Menschen sind, keine Terroristen.
    Liebe Grüße, Kerstin & Micha

    • Stefanie says:

      Danke ihr zwei, ihr seid die besten!! 🙂 Es ist so schön, so ein Feedback zu bekommen. Finde ich total super, dass ihr couchsurfing benutzt habt, ihr müsst mir unbedingt noch mehr von eurer Reise erzählen. LG Steffi

    • Ann says:

      Hey, danke für den super Bericht! Das Buch habe ich schon, aber ich wollte trotzdem einen Kommentar hinterlassen. Ich wohne derzeit in Teheran und kann bestätigen was du schreibst. Die Iraner sind unglaublich gastfreundlich! Und ich bin mir zu 99,9 % sicher, dass ich in dem Zimmer auf deinem ersten Foto auch schon zwei Nächte geschlafen hab 😀
      Ganz liebe Grüße aus Teheran
      Ann

    • Stefanie says:

      Wenn du schon mal in Shibderaz auf Qeshm warst, dann ganz bestimmt 😉 Danke für deine netten Kommentare, habe auch nen Artikel zum Skifahren in Tehran in Vorbereitung. GLG Steffi

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