Backpacking in Georgien: Reisetipps & Highlights

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Warum reisen so wenige Menschen nach Georgien? Als ich das kleine Land im Kaukasus im September 2015 und nochmals 2016 als Backpackerin besuchte, stellte ich mir immer wieder diese Frage.

Hat niemand mitbekommen, wie unheimlich gastfreundlich und lebenslustig die Georgier sind? Mit welch köstlichem Essen sie ihre Gäste verwöhnen? Und welch umwerfend schönen Landschaften man in Georgien vorfindet?

Von den schneebedeckten Bergen des Großen Kaukasus über grüne Weinfelder und Steppen bis hin zur Schwarzmeerküste bleiben in Georgien landschaftlich keine Wünsche offen.

Und nicht nur deswegen ist Georgien eine wahre Schatztruhe für Backpacker und Outdoor-Fans: das Land ist wegen der guten Infrastruktur leicht zu bereisen und obendrein sehr budget-freundlich, da nicht nur die Kosten vor Ort vernachlässigbar sind, sondern das Land mittlerweile auch sehr preiswert von Deutschland aus angeflogen wird.

Mit diesem Backpacking-Guide für Georgien werde ich Dich hoffentlich von einer Reise überzeugen können und liefere Dir alle wichtigen Infos, die Du zur Planung Deiner Reise brauchst:

Günstige Flüge nach Georgien ↗️
• Kosten
für Backpacking in Georgien ↗️
• Meine Erfahrung als alleinreisende Frau in Georgien ↗️
• Essen
in Georgien ↗️
• Routen
für 1 Woche Georgien ↗️
• Top Highlights
in Georgien ↗️


BACKPACKING IN GEORGIEN:
DIE WICHTIGSTEN TIPPS

Welche Unterkünfte gibt es in Georgien?

Günstige Backpacker-Hostels sprießen seit ein paar Jahren in Georgien wie Pilze aus dem Boden. Besonders in der Hauptstadt Tiflis gibt es einige richtig tolle Hostel-Projekte. Man darf sich aber noch nicht den internationalen Standard bezüglich Tourangeboten und Auskünften erwarten – man kann oft froh sein, wenn das Personal überhaupt Englisch spricht.

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Oasis Club Hostel in Udabno

Auf dem Land nächtigt man hingegen in gemütlichen Pensionen und Privatunterkünften, in denen man manchmal sogar im Wohnzimmer der Familie schläft.

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Privatunterkunft in Stepantsminda

Für eine Budget-Unterkunft ohne Frühstück wirst Du kaum mehr als 10-25 Lari (4-10 Euro) pro Person und Nacht zahlen. Meine Ho(s)tel-Empfehlungen für Georgien:

Auch auf AirBnB findest Du hunderte schöne Privatunterkünfte in Georgien. Sichere Dir über diesen Link 35 Euro für deine erste Buchung!

Wie komme ich günstig nach Georgien?

Hier kommt der Knaller: seit September 2016 bietet die Low-Cost-Airline Wizzair Direktflüge von Deutschland nach Georgien ab unglaublichen 25 Euro an! Abflugorte sind Berlin, Dortmund und Memmingen (bei München).

Ankunftsort ist die Stadt Kutaissi, die etwa 4 Stunden westlich von Tiflis liegt und ein super Ausgangspunkt für Trips nach Svanetien, ans Schwarze Meer oder nach Chiatura ist.

Aber auch Tiflis lässt sich problemlos vom Flughafen Kutaissi erreichen: Direkt in der Ankunftshalle gibt es einen kleinen blauen Stand von Georgian Bus, an dem ein Airport-Shuttle direkt zum Pushkin Square in Tiflis für 20 Lari (8 Euro) pro Person angeboten wird. Du bekommst dort auch ein Prospekt ausgehändigt, in dem die Zeiten für die Rückfahrten von Tiflis gelistet sind.

Wenn Du es bevorzugst, in die Hauptstadt Tiflis zu fliegen, dann wirst Du ab ca. 250 Euro return bei Turkish Airlines, Pegasus Airlines, Aeroflot oder Ukrainian Airlines fündig. Für die Zwischenstopps in Istanbul, Moskau und Kiew brauchst Du jeweils kein Visum. Direktflüge München-Tiflis gibt’s bei Lufthansa ab 450 Euro. Ich benutze immer Skyscanner, um die günstigsten Preise zu finden.

Lesetipp  👉 Alleine als Frau in Istanbul: Erfahrungsbericht & Reisetipps

Wie funktioniert der Transport in Georgien?

Minibusse (marshrutka) flitzen durch das ganze Land, oft schneller als einem lieb ist! Das Ticket kaufst Du am jeweiligen Kiosk am Busbahnhof direkt vor der Abfahrt. Die Preise sind mit 3 Lari (1 Euro) pro Stunde Fahrt extrem niedrig.

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Nur geringfügig mehr kosten die Sammeltaxis, die immer losfahren, sobald das Auto voll ist. Wenn Du für die leeren Plätze zahlst, kannst du auch dein eigenes Taxi chartern. Gerade wenn man als Gruppe reist, kann man so spontane Privattouren mit den Taxifahrern an den Busbahnhöfen vereinbaren. Hierbei allerdings gut verhandeln und gerade die aufdringlichen Fahrer mit Vorsicht genießen.

Innerhalb von Tiflis kostet eine Taxifahrt niemals mehr als 10 Lari (4 Euro). Außerdem gibt es eine praktische U-Bahn (Fahrt je 0,50 Lari). Dafür benötigst Du die “Metromoney Card”, die Du für 2 Lari am Schalter kaufen und mit beliebigen Geldbeträgen aufladen kannst. Sie kann von mehreren Personen gleichzeitig benutzt werden.

Die wohl einzig nützliche Zugverbindung geht von Tiflis über Gori ans schwarze Meer nach Batumi.

Was kostet Backpacking in Georgien?

Backpacking in Georgien ist extrem günstig. Mein Budget in Georgien betrug täglich 60 Lari, also etwa 23 Euro pro Tag. Eine einfache Unterkunft ohne Frühstück kostet ca. 8 Euro pro Person, ein gutes Abendessen 2-4 Euro und Minibusse etwa 1 Euro pro Stunde Fahrt. Geldautomaten, die die gängigen Kreditkarten akzeptieren, findet man praktisch an jeder Ecke. Meine Empfehlung für die VISA-Karte: die komplett kostenlose Santander 1 Plus.

Muss ich irgendwelche Sitten beachten?

Die meisten Georgier sind tiefgläubige orthodoxe Christen und dementsprechend konservativ. Witwen tragen oft für den Rest ihres Lebens schwarze Trauerkleidung, Passagiere im Bus senden vor Fahrtbeginn ein Stoßgebet zum Himmel und bekreuzigen sich jedes mal, wenn sie auch nur von weitem eine der unzähligen Kirchen und Klöster im Land passieren.

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Beim Besuch von Kirchen und Klöstern müssen Frauen Kopf, Schultern und Knie bedecken. Am Eingang liegen dazu normalerweise Schals und Wickelröcke aus, aber es ist vielleicht besser, wenn Du immer eigene Tücher bei Dir hast.

Selbst lange Hosen werden nicht gern gesehen und müssen zusätzlich mit einem Rock umwickelt werden. Eine Touristin aus Dubai mit Hijab erzählte mir, dass sogar sie sich in einem besonders strengen Kloster noch einen langen Rock überbinden musste. Sachen gibt’s! 😉

Wie ist es als alleinreisende Frau in Georgien?

Als alleinreisende Frau hatte ich in Georgien keine Probleme! Die Georgier sind sehr freundlich und besonders ältere Frauen haben mich oft “unter ihre Fittiche” genommen und liebreizend behandelt. Schön, wenn man sich bei dem Thema mal so kurz fassen kann 😉

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Wie ist das Essen in Georgien?

Du liebst deftiges Essen? Georgien ist Dein Paradies! Den ersten Bissen in ein göttliches Acharuli Khachapuri, bei dem die Mischung aus Käse, Spiegelei und einem Kleks Butter im Mund zerläuft, wird man wohl nie vergessen (vielleicht auch wegen der dabei verspürten Angst, gleich mit einem Herzinfarkt vom Stuhl zu fallen).

backpacking-in-georgien-khachapuriAcharuli Khachapuri. Quelle: Sandra C | Wikipedia | CC by 2.0

Weitere köstliche georgische Gerichte sind Khinkali (Maultaschen mit Fleisch-, Kartoffel- oder Pilzfüllung), gegrillte Aubergine mit Walnuß-Paste (Nigvziani Badrijani), Bohneneintopf (Lobio), Fleischspieße (Shashlyk), flaches Käsebrot (Imeruli Khachapuri) und Bohnenbrot (Lobiani).

Mein Lieblings-Straßensnack in Georgien sind Churchkhela, Walnüße auf einem Faden in gummiartiger Traubensaft-Kouvertüre – schwer zu beschreiben, muss man probiert haben!

Georgien produziert außerdem erstklassigen Rotwein und Limonaden mit Birnen-, Trauben- oder Estragon-Geschmack (Tarkhuna).

Eine tolle Essens-Option in Tiflis sind die “Buffets”. Dort kannst Du Deinen Teller mit verschiedensten Fleischgerichten, herzhaften Salaten und Beilagen befüllen und zahlst dann nach Gewicht.

Kommt man in Georgien mit Englisch durch?

Viele junge Georgier in den Städten sprechen passables Englisch, bei “Älteren” (ab 30-35) bzw. auf dem Land kommt man hingegen nur mit Russisch weiter. Auch Deutsch ist eine überraschend beliebte Fremdsprache in Georgien.

Da sich das Land in den letzten 10 Jahren sehr stark dem Westen zugewandt hat (überall in Georgien hängen schon mal vorsorglich EU-Flaggen), wird Russisch heute nicht mehr verpflichtend an Schulen unterrichtet und ist in Georgien bei weitem nicht mehr so im täglichen Leben präsent wie in anderen ehemaligen Ostblock-Staaten.

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Die georgische Sprache ist ein ziemlicher Zungenbrecher und besitzt eine eigene, wunderschön verschnörkselte Schrift. Man begrüsst sich mit “gamardschoba” und sagt zum Dank “(didi) madloba”. Ortsauskünfte erfrägst Du mit “Sad aris…?” (Wo ist..?)


Meine Reiseführer-Tipps:

Von Lonely Planet gibt es einen Backpacking-Reiseführer Georgia, Armenia & Azerbaijan für die komplette Kaukausus-Region (auf Englisch).

Brandneu im April 2017 erschienen ist der deutschsprachige Guide Trescher Georgien: Unterwegs zwischen Kaukasus und Schwarzem Meer.


REISEROUTEN FÜR 1-2 WOCHEN GEORGIEN

Auf GoogleMaps ansehen

Falls Du nur 7-10 Tage Zeit hast, würde ich die quirlige Hauptstadt Tiflis als Basis nutzen von dort aus verschiedene Ausflüge unternehmen:

  • zum spirituellen Zentrum Mtskheta (halber Tag),
  • zu den Höhlen-Klöstern von Davit Gareji (1 Tag),
  • zur Wein-Stadt Sighnaghi (1 Tag),
  • zur Felsenstadt Uplistsikhe und Stalins Geburtsstadt Gori (1 Tag),
  • hinauf in die Berge nach Stepantsminda (2-3 Tage).

Falls dein Wizzair-Flieger in Kutaissi landet, könntest Du auch dort noch einen Tag verbringen.

Mit mehr Urlaubstagen kannst Du diese Reiseroute erweitern um Chiatura (Geheimtipp!), Svanetien (Mestia), die Schwarzmeerküste (Batumi), Borjomi, die Höhlen von Vardzia und sogar Abchasien.

Viele verbinden ihren Besuch in Georgien auch mit einer Rundreise durch die Nachbarländer Armenien und Aserbaidschan.


MEINE GEORGIEN HIGHLIGHTS

Tiflis

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Tiflis ist mit großen Abstand die schönste aller Ostblock-Hauptstädte, die ich bis jetzt besucht habe. Von der bombastischen Nariqala-Festung aus kann man gut sehen, wie sich abgefahrene futuristische Gebäude fast nahtlos in das von ottomanischen, persischen und sowjetischen Einflüssen geprägte Stadtbild einreihen.

Ein einmaliges Erlebnis ist es, sich im fast 300 Jahre alten Sulfur-Bad Bathhouse No. 5 in guter alter Hammam-Manier die oberste Hautschicht abkratzen und alle Knochen durchkneten zu lassen. Du wirst Dich wie neu geboren fühlen, versprochen!

Zum Essen empfehle ich das gemütliche Café Le Toit und das günstige, traditionelle Samikitno (სამიკიტნო) Restaurant am Liberty Square oder an der Metekhi Brücke. Links ums Eck neben dem Marriott-Hotel gibt es auch ein gutes Buffet-Restaurant.

Mehr Tipps für Tiflis gibt’s bei Weltreiseforum: Tiflis – Was Dich in der georgischen Hauptstadt erwartet

Info für die Ausflüge: Tiflis besitzt keinen zentralen Busbahnhof. Die Terminals sind, abhängig von der Destination, über die Stadt verteilt und alle mit der Metro erreichbar: Didube (Stepantsminda, Mtskheta, Chiatura), Samgori (Sighnaghi) und Ortachala (Armenien, Aserbaidschan).

Sighnaghi

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Laut den Georgiern ist Sighnaghi das hübscheste Städtchen des Landes. Sie wurde auf einem spektakulär gelegenen Hügel mitten in der Weinanbau-Region Kachetien errichtet. Besonders im Herbst lohnt sich ein Besuch für die samstäglichen Weinfeste.

Da es in Sighnaghi nicht so wahnsinnig viel zu tun gibt, außer auf der Befestigungsmauer zu spazieren und die besten Fotografie-Spots zu finden, empfehle ich eine Verkostung in einer Weinkellerei, einen Ausflug zum Bodbe Kloster und ein Mittagessen im Panorama-Restaurant Club Kanudosi.

Davit Gareji

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Davit Gareji ist ein Kloster aus dem 6. Jahrhundert, das auf beeindruckende Weise an einer Bergflanke im äußersten Süden Georgiens errichtet wurde und zahlreiche Sandsteinhöhlen umfasst, die als Mönchszellen dienten. Über einen Rundweg, der quasi auf der Grenze zu Aserbaidschan verläuft, gelangt man zum Höhlenkloster Udabno mit knapp 1000 Jahre alten Fresken. Noch spektakulärer als die Klöster selbst ist die irre Steppenlandschaft, die sie umgibt.

Es gibt keinen öffentlichen Nahverkehr nach Davit Gareji. Gareji.Line bietet Tagestouren von Tiflis für 25 Lari (9 Euro) pro Person an, mit Stopp beim Oasis Club. Abfahrt ist täglich um 11 Uhr vom Pushkin Square.

Uplistsikhe

Up-lis-tsi-khe ist der zungenbrecherische Name einer Höhlenstadt bei Gori, die eine der ersten Siedlungen Georgiens war. Bereits im 6. Jahrhundert und diente als Versteck während der Invasionen der Araber und Mongolen.

Für einen Tagesausflug von Tiflis chartert man am besten vom Didube-Busbahnhof sein eigenes Taxi. Alternativ kann man mit marshrutki über Gori in das Dorf Uplistsikhe gelangen und die restlichen zwei Kilometer zum Eingang der Höhlenstadt zu Fuß zurücklegen.

Mtskheta

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Mtskheta war die Hauptstadt des antiken Georgiens und ist heute das wichtigste religiöse Zentrum des Landes. Die Stadt liegt nur wenige Kilometer außerhalb von Tiflis und lässt sich sehr einfach als Halbtagestrip besuchen.

Herzstück ist die beeindruckende Svetitskhoveli Kathedrale, das Samtavro Kloster und das Jvari Kloster, das auf einem Hügel auf der anderen Seite des Flusses thront. Meine Wanderung zu letzterem wurde von zähnefletschenden Hunden jäh beendet – nimm Dir bitte ein Taxi 😉

Stepantsminda (Mt. Kazbegi)

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Der gewaltige Mt. Kazbegi mit der Tsminda Samebi Kirche ist für die Georgier ein wichtiges Symbol ihres Landes. Am Fuß des Berges liegt das Dorf Stepantsminda. Dort kannst Du Dich in eines der unzähligen Gästehäuser einquartieren und in einer Tagestour zur Kirche (450 Höhenmeter) und von dort weiter zum Aussichtspunkt des Gergeti-Gletschers wandern (900 Höhenmeter). Ambitioniererte Trekker können natürlich viele weitere Wanderungen unternehmen.

Für die Fahrt von Tiflis nach Stepantsminda macht es Sinn, sich am Didube-Busbahnhof ein Privattaxi zu nehmen (ca. 80-100 Lari). So hast Du die Möglichkeit, auf dem Weg Foto-Stops bei der Ananuri-Festung am Zhinvali-Stausee und an der Aussichtsplattform des Jvari-Passes einzulegen.

Mestia (Swanetien)

Quelle: G.N. | Wikipedia | CC by 2.0

Die entlegene Bergregion Svanetien ist bekannt für ihre dramatischen Berglandschaften und steinernen Wachtürme (koshki). Ich hatte selbst noch nicht das Vergnügen, dort eine mehrtägige Trekking-Tour zu unternehmen, aber im Blog Reisezeilen findest Du einen tollen Swanetien Bericht.

Kutaissi

Obwohl dank Wizzair täglich dutzende Touristen am Flughafen Kutaissi ankommen, wird die gleichnamige Stadt von den meisten Besuchern links liegen gelassen. Dabei lohnt sich gerade zum Abschluss einer Georgien-Reise ein Tag in der zweitgrößten Stadt des Landes, die immer noch sehr ursprünglich ist.

Vormittags schlenderst Du am besten durch die Straßen, Brücken und Plätze zum authentischen Markt und stattest der Bagrati Kathedrale oben auf dem Hügel einen Besuch ab. Zum Mittagessen findest Du die besten Khinkali der Stadt im urigen Lokal El Depo. Nachmittags lohnt sich ein Taxi-Ausflug zum wunderschön gelegenen Kloster Motsameta (im Bild), und wenn man schon mal in der Gegend ist, kann man auch beim Kloster Gelati vorbeischauen. Alternativ bietet sich die Prometheus-Höhle als Halbtages-Ausflug an.

Geheimtipp: Chiatura

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Dass Chiatura mit keinem einzigen Wort im Lonely Planet Reiseführer erwähnt wird, ist mir unbegreiflich. Allein schon der surreale, 40 Meter hohe Katskhi-Felsen, auf dem ein Männerkloster errichtet wurde, ist die Anreise wert (etwa 20 Minuten außerhalb von Chiatura).

In der Stadt selbst gibt es noch das wunderschöne Mghvimevi Felsen-Kloster (das letzte Kloster für heute, versprochen!). Für den ultimativen Adrenalin-Kick kann man dann noch mit 60 Jahre alten Sowjet-Seilbahnen auf verschiedene Aussichtspunkte oberhalb der Stadt übersetzen.

Warst Du schon mal in Georgien? Würde Dich eine Reise dorthin reizen? Hast Du noch Tipps zum Backpacking in Georgien? Ich freue mich auf Deinen Kommentar!


Mehr Artikel zu ehemaligen Ostblockstaaten:

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32 Comments

  • Marie says:

    Hallo Stefanie,

    vielen besten Dank für den ausführlichen und hilfreichen Artikel :-)!! Die Fotos sind wunderschön.
    Am Sonntag geht es auch für mich nach Georgien.

    Ich bin noch etwas verunsichert, was ich für Kleidung einpacken sollte. Wie waren 2016 diesbezüglich deine Erfahrungen? Geht eine kurze Hose? Sind schickere Tops okay? Auf den Bildern sehen die Frauen ja doch eher bedeckt aus.

    Liebe Grüße,
    Marie

  • Nicole says:

    Hi Stefanie – ich werde Mitte bis Ende Oktober nach Georgien reisen und zwar mit einer Freundin und zwei Kindern (11 &12). Wir würden uns gerne auf einem Bauernhof, am allerliebsten auf einer Ökofarm bzw. Weingut einnisten und ich finde dazu nichts… hast du einen Tipp, wo oder auf welcher Seite ich suchen könnte? Oder evtl. auch einen Kontakt? Hab schon mal 1000 Danke. Nicole

    • Stefanie says:

      Hallo Nicole, dazu weiß ich leider nichts. Georgien ist so unterentwickelt, dass es das Label “Ökofarm” vermutlich noch gar nicht gibt?
      Viele Grüße, Steffi

  • Kerstin says:

    Hallo Steffi!
    Danke für den tollen Blogeintrag, über den ich zufällig in Vorbereitung auf eine zweiwöchige Reise durch Georgien gestoßen bin – liest sich super und machT richtig Laune auf die Reise 🙂
    Ich komme mitten in der Nacht in Tiflis am Flughafen an. Wie komme ich denn dann am besten und sichersten in die Stadt?
    Danke für deine Antwort und weiterhin tolle Reisen, LG, Kerstin

  • Sybille says:

    Hallo Stefanie,
    ist es möglich all diese Sehenswüdigkeiten mit den Öffentlichen zu besuchen? Ich hätte einen Monat Zeit und möchte nicht hetzen.

    • Stefanie says:

      Ja klar! Nur nach Davit Gareji gibt es keine öffentlichen Verkehrsmittel (Minibus fährt nur bis Udabno).

    • Sybille says:

      Danke1 hast du eine Ide wie ich sonst günstig nach Davit Gareji komme?

    • Stefanie says:

      Naja halt zu Fuss oder per Anhalter von Udabno? Taxi sollte aber auch nicht die Welt kosten. Mit der Ein-Tages-Tour von Tiflis aus kommst du aber vermutlich immer noch am günstigsten hin…

  • Sarah says:

    Hey Stefanie,
    Danke für den Bericht, damit hat man einen tollen Überblick, was einen in Georgien erwarten kann. Ich liebäugle auch schon eine Weile damit, in den nächsten Semesterferien dorthin zu verreisen. Was ich mich noch fragte, die Tagesausflüge oder Wanderungen, hast du diese alleine geplant oder auch teilweise gebucht in einer Gruppe? Wenn ja, ist dies dort vor Ort gut möglich? Denn ich frag mich noch die ganze Zeit, inwieweit der Tourismus ausgebaut ist und wie ich die Wanderungen durchführen kann.
    Ich freue mich sehr über eine Antwort.
    Herzliche Grüße, Sarah 🙂

    • Stefanie says:

      Hallo Sarah,

      Tiflis ist touristisch gut entwickelt. Es gibt sehr viele Touranbieter in der Altstadt, wenn du touristische Gruppenausflüge in die Umgebung machen möchtest.

      Ich habe nur den Trip nach Davit Gareji als Tour gemacht, ansonsten bin ich immer selbst zu den Busbahnhöfen hin und habe die Busse (Marshrutki) benutzt 🙂 wenn du mit “Wanderungen” die zum Gletscher meinst, die ist sehr offensichtlich, da braucht man keinen Guide.

      LG Steffi

    • ninawpolsce says:

      Hallo! Der Blogartikel ist super hilfreich danke schon mal dafür – ich werde in einer Woche in Georgien sein und habe noch eine Frage bezüglich der Sulfatbäder (du warst anscheinend in dem No5)? Ist das als Einzelperson erschwinglich? Was genau hast du da gebucht, wie hast du das gemacht? Brauche ich Badesachen?

      Vielie liebe Grüße

      Nina

    • Stefanie says:

      Hallo Nina,

      das ist mehr als erschwinglich, ich habe glaube ich 10 Lari für die Massage gezahlt und 2 Lari Eintritt, das sind keine 5 Euro! Aber bitte auch kein Luxus-Spa erwarten 😉

      Badesachen brauchst du eigentlich nicht, die Frauen dort duschen entweder ganz nackt oder in der Unterhose (das ist im Orient so üblich).

      Viel Spass, das ist echt ein einmaliges Erlebnis! 🙂 LG Steffi

  • Anna says:

    Deine Seite ist toll! 🙂
    Ich fliege nun Ende Februar mal nach Georgien und habe mich ganz besonders über den Chiatura-Tipp gefreut, das muss ich mir ansehen!

  • Clara says:

    Ich habe jetzt für März sogar Flüge für 15 Euro gefunden 🙂

  • Ein wirklich toller, lustiger und informativer Beitrag. Den werde ich mir auf jeden Fall kurz vor der Abreise nochmal ganz genau anschauen. Vielen Dank dafür!

  • Nicolo says:

    Hi, ich war vor Jahren mal in Georgien. Glücklicherweise mit meiner damaligen Partnerin, die Georgierin ist. 2006 war Georgien noch etwas anders. Erinnere mich gerne an eine abenteuerliche Zugfahrt von Tiflis nach Kobuleti.

    Dein Artikel hat mir wieder Lust gemacht, dort mal wieder hinzureisen. Habe schon einiges gelesen, dass Georgien sich stark verändert hat.

    Hab vielen Dank für Deine Eindrücke. So habe ich doch gleich ein paar weitere Ziele für meine Reiseliste.

    Bei meiner Reise durch Niederschlesien im Juni habe ich durch Zufall ein georgisches Restaurant entdeckt und bin gleich rein. Leckere Chatschapuri und Chinkali vernascht. Hier gibt es georgische Küche ja leider nur in den größeren Städten.

    Sonnige Grüße,
    Nicolo

  • Also die beiden Fotos von Tiflis und Stepantsminda sind dir besonders gut gelungen. Bekannte von mir fahren jetzt nach Georgien und bringen mir für die Sammlung Sand mit. Bin neugierig was sie erzählen. Deine Beschreibungen finde ich sehr gut. Grüße aus dem Gebirge.

  • Toller Beitrag! Da will ich auch gleich wieder los. Wenn möglich sollte man sich aber auf jeden Fall mehr Zeit lassen als nur ein bis zwei Wochen. 😉 Insbesondere Freunde des Wanderns kommen wirklich auf ihre Kosten.

  • Kuno says:

    Georgien hatte auch ich nicht wirklich auf meiner Liste stehen, aber gerade die Steppelandschaft und dein Foto vom Mt. Kazbegi sind wirklich beeindruckend. Ich werde es auf jeden Fall im Hinterkopf behalten 😉

  • Janine says:

    Steffi ich liebe deinen Blog einfach. Deine Beiträge sind so super praktisch und inspirierend…deine Länderauswahl extrem spannend.
    Für uns soll es nächstes Jahr zum Auftakt unserer Weltreise auch nach Georgien gehen. Deine Tipps kommen mit ins Gepäck.
    Ich finde es super angenehm, dass die Einreise VISA frei ist und man sich bis zu 1 Jahr dort aufhalten darf.
    Da ich eine georgische Freundin habe, die hier in Deutschland lebt, habe ich auch schon einige georgische Köstlichkeiten probieren dürfen.
    Ich freue mich schon unglaublich auf dieses tolle Land.
    Deine Beiträge zu Kirgistan, Kasachstan und den Iran sind auch super.
    Wir wollen sehr wahrscheinlich von Georgien in den Iran. Außerdem nach Kasachstan, Usbekistan, evtl. Kirgistan. Mongolei, Tibet… usw.
    Es ist schön auf Reiseblogs auch mal über die nicht so bekannten Länder zu lesen.
    Kannst du noch ungefähr sagen in welchen Rahmen sich die Preise für das Essen so bewegten? Gibt es viele Straßenkioske wo man essen kann?
    Ganz ganz liebe Grüße Janine

    • Stefanie says:

      Hi Janine!
      Vielen dank für dein Lob! Eure Weltreise ist genau nach meinem Geschmack 😉
      In Kiosken bzw. Bäckereien kannst du dir Lobiani (Bohnenmus-Brot) und Khachapuri (Käsebrot) holen 🙂 den Preis hab ich nicht mehr im Kopf aber sicher nicht mehr als 1€ 🙂
      LG Steffi

  • Wolfgang says:

    Also Georgien hatte ich bisher noch nicht so “auf dem Schirm”. Vielleicht geht es anderen ja auch so und das ist der Grund, warum das Land noch nicht so stark bereist ist? 😉 Insofern wäre aber gerade das (u.a.) ja ein Grund, Georgien einmal zu besuchen (sofern sie mich dann nicht – dauerhaft – hoch oben in´s Männerkloster stecken! Hahaha…). Mal schau´n … 😀

  • Beatrice von Reisezeilen says:

    Ich schliesse mich Deiner Empfehlung für Georgien hundertprozentig an. Das war eine tolle Reise letztes Jahr! Herzlichen Dank auch für Deinen Verweis auf meine Swanetien-Wandertour! Liebe Grüße!

  • Oli says:

    Eine tolle Zusammenfassung, die Lust macht, gleich wieder nach Georgien zu reisen. Vor allem der Tipp mit Wizzair finde ich super, auch wenn Berlin von der Schweiz aus nicht wirklich ideal liegt.

    Von Chiatura habe ich auch schon gehört, leider erst nach meiner Reise. Schreibst du dazu noch einen eigenen Beitrag? Würde mich nämlich sehr interessieren. Bist du auf den Felsen rauf? Ich habe wo gelesen, dass man dazu an einem Seil hochgezogen wird.

    • Stefanie says:

      Memmingen wäre doch gar nicht soo weit weg von der Schweiz, oder? 🙂

      Hmmm mal schauen, ob ich noch was extra dazu schreiben werden. Nein, auf den Fels darf man als Frau nicht hoch, ist ja ein Männerkloster 😉 Es gibt eine Leiter, das Seil ist zur Sicherung.

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