Südtirol: Ein alpin-mediterranes Wochenende in Meran

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Obwohl ich ja sonst eher exotischeren Reisezielen zugeneigt bin, hat es mir vor kurzem eine Region ganz nah der Heimat angetan: Südtirol ❤️‍! Bei einem langen Wochenende im Städtchen Meran, nur drei Autostunden von München entfernt (und sogar auch mit dem Flixbus erreichbar!), waren meine Freundin und ich begeistert von der einmaligen Atmosphäre aus mediterranem Klima und alpiner Bergkulisse. Zwar wird der Kurort hauptsächlich von ältere Herrschaften besucht, aber auch wir “Jungen” sind dort voll auf unsere Kosten gekommen. Hier sind meine Anregungen und Tipps für ein alpin-mediterranes Wochenende im Meraner Land:

Meraner Altstadt

Am Ankunftstag bietet sich ein Bummel durch die Altstadt von Meran an. Sehenswert sind das Kurhaus und die wunderschöne Wandelhalle im Jugendstil, die man bei einem Spaziergang entlang der Flusspromenade erkunden kann. In der coolen Retro-Caffè-Bar Darling kann man mit einem Glas Veneziano, der südtiroler Variante des Aperol Spritz, auf den gelungenen Start in den Urlaub anstoßen.

Tappeiner Weg

Am späten Nachmittag nutzten wir Zeit dann noch für einen kleinen Spaziergang. Wir stiegen über die Steinerne Brücke zum Pulverturm hinauf und folgten dann dem “Tappeiner Weg”. Von diesem erhöhten Panoramaweg kann man die ganze Stadt überblicken und die warmen Sonnenstrahlen genießen.

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Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff

Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff sind nicht nur irgendein gewöhnlicher botanischer Garten, sondern eine wahrhafte Weltausstellung von Landschaftsgärten! Von provençalischen Lavendelfeldern, mediterranen Zypressenhainen, südtiroler Weinbergen, mexikanischen Kakteen bis zu japanischen Kirschblüten ist jeder Erdteil vertreten. Die Menge an Touristen am Haupteingang hat uns zunächst abgeschreckt, jedoch verlaufen sich die Massen auf dem riesigen Areal ziemlich schnell.

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Neben den Gärten aus aller Welt haben sich die Macher noch weitere interessante Attraktionen einfallen lassen, wie den “Verbotenen Garten”, die “Botanische Unterwelt” (besser als jede Geisterbahn!) und verschiedene Kunstprojekte. Sehr gut gefallen hat mir auch der Palmenstrand, wo man einfach mal für eine halbe Stunde entspannt im Liegestuhl fläzen und ein Buch lesen kann. Für 12 Euro Eintrittsgeld bekommt man also unheimlich viel geboten und kann hier locker den ganzen Tag verbringen, ohne sich zu langweilen.

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Ein weiteres Highlight sind die beeindruckenden Panoramawege und der spektakuläre Matteo Thun’sche Gucker. Von dort hat man die komplette Gartenanlage und das Etschtal im Blick.

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Nach einem Wolkenbruch verkrümelten wir uns kurzerhand ins Palmencafé am Seerosenteich. Die Preise waren für einen so touristischen Ort sehr in Ordnung – keine 6 Euro für leckeren Karotten-Joghurtcreme-Kuchen und einen ausgezeichneten Cappuccino.

Touriseum

Wer nach der stundenlangen Erkundung der Gärten noch nicht erschöpft ist, sollte noch einen Blick ins Touriseum im Schloss Trautmannsdorff werfen (ist im Eintrittspreis der Gärten mitenthalten). In diesem wirklich spannenden und innovativen Museum wird die Geschichte des Tourismus in Meran und Südtirol auf sehr kurzweilige Weise präsentiert.

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Dorf Tirol

Am dritten Tag fuhren wir mit dem öffentlichen Bus von Meran ins nahegelegene Dorf Tirol. Beim Spaziergang durch den hübschen Ort, der der Region ihren Namen gab, beeindruckte uns der fantastische Blick auf das Schloss Tirol vor den schneebedeckten Bergen. Da wir den schönen Tag lieber draußen verbringen wollten und uns der Touristen-Trubel an diesem Sonntag etwas zu viel war, sparten wir uns den Besuch des Schlosses und machten uns weiter Richtung Berge auf.

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Hochmuth-Bahn

Vom Schloss Tirol war es ein strammer 15-minütiger Marsch zur Talstation der Hochmuth-Bahn. Für 10 Euro (hin und zurück) fuhren wir mit der Seilbahn zur Hochmuth-Alm auf 1400 Meter. Unser Plan war, von dort auf dem Meraner Höhenweg zur Leiteralm zu wandern, aber der eisige Mai-Wind trieb uns schon nach 10 Minuten ins urige Gasthaus Steinegg. Dort ließen wir es uns mit köstlichen südtiroler Schmankerln gut gehen und deckten uns mit hausgemachten Kaminwurzen und Ziegenkäse als Mitbringsel ein.

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Unterkunft in Meran

Ich gönnte mir mit meiner Freundin das Drei-Sterne-Hotel Hotel Ladurner für 179 Euro pro Nacht im DZ mit Halbpension. War ganz schön, aber wir lagen mindestens 30 Jahre unter dem Altersdurchschnitt der restlichen Gäste. Das nächste mal würde ich etwas “bodenständigeres” bevorzugen, wie Urlaub auf dem Bauernhof, eine Pension oder einen Gasthof. Die unheimlich gut gemachte Webseite vom Meraner Land hat eine ausführliche Übersicht für alle Unterkunftsarten.

Für’s kleine Budget gibt es die Jugendherberge Meran, die offen ist für alle, ohne Altersbegrenzung oder Mitgliedschaft. Ein Bett im Mehrbettzimmer gibt es für 23,50 Euro und Einzelzimmer sogar schon für 26 Euro.

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Anfahrt nach Meran

Auto: Von München ist Meran über den Brenner in 3 Stunden erreichbar.
Bus: Das Busunternehmen Flixbus bietet eine direkte Busverbindung zwischen München und Meran an (Dauer: 4,5 Stunden, ab 15,50€ pro Strecke).


Meine Reiseführer-Empfehlungen:

Ein kompakter Reiseführer zu Südtirol mit guten Insider-Tipps ist der Marco Polo Südtirol. Als sinnvolle Ergänzung dazu eignet sich der Bruckmanns Wanderführer Meraner Land mit den 40 schönsten Touren zum Wandern rund um das Vinschgau, Naturns, Marling, die Stubaier Alpen und Ötztaler Alpen.

 


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