Kuba Spartipps für Backpacker: So erlebst Du Kuba authentisch!

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Kuba ist für Backpacker kein günstiges Pflaster. Wer die sozialistischen Karibik-Insel auf eigene Faust bereist, muss pro Tag und Person mit Kosten von mindestens 40-50 CUC (das kubanische äquivalent zum US-Dollar) rechnen. Nachbarländer wie Mexiko und Nicaragua sind dazu im Vergleich echte Schnäppchen.

Dieser Umstand ist umso schwerer zu begreifen, da der durchschnittliche kubanische Monatslohn gerade mal 20 CUC pro Monat beträgt. Ja, Du hast richtig gelesen. 20. CUC. Pro. Monat.

Natürlich bekommen Kubaner kostenlose Essensrationen, Bildung und Gesundheitsversorgung, und viele werden von ihren Verwandten aus dem Ausland finanziell unterstützt. Dennoch: Wie kann es sein, dass man als Tourist in Kuba pro Tag das Doppelte ausgibt, als das, was viele Kubaner im ganzen Monat verdienen?

Das liegt daran, dass man sich als Tourist in Kuba in einer “Blase” aus Bussen, Restaurants und Pensionen bewegt, in der die Preise künstlich hoch gehalten werden. Da Kuba auf die harten Devisen der Touristen angewiesen ist, ist das natürlich völlig legitim. Für Low-Budget Backpacker, die es gewohnt sind, alles “the local way” zu machen, ist dieser Umstand aber manchmal frustrierend (hier mein ehrlicher Kuba-Erfahrungsbericht). Auch Backpacking-Reiseführer wie der Lonely Planet Kuba sind diesbezüglich keine große Hilfe.

Doch es geht auch anders! Nachdem ich den Dreh raus hatte, konnte ich mein tägliches Budget auf nur noch 20-25 CUC pro Tag senken.

In diesem Artikel habe ich für Dich meine Kuba Spartipps zusammengefasst. Ich zeige Dir, wie Du aus der “Touristenblase” ausbrechen, Kuba authentischer erleben und nebenbei sehr viel Geld sparen kannst. Obendrein lässt Du auf diese Weise auch Geld bei Kubanern, die normalerweise nicht vom Tourismus profitieren. In diesem Guide zeige ich Dir:

Wo Du für 10 CUC pro Person übernachten kannst ↗️
Wie Du eine Mahlzeit für maximal 1 CUC findest ↗️
Welche günstigen Restaurants es an den Touristenorten gibt ↗️
Wie Du für die Fahrt von Havanna nach Viñales nur 6 CUC statt 12 CUC zahlst ↗️
Wie Du für 4 Cent vom Flughafen Havanna in die Stadt kommst ↗️
und für die ganz Harten: So reist Du wie die Kubaner! ↗️

Lies Dir als Einleitung am besten zuerst meinen Backpacking Guide für Kuba durch. Dort findest Du alles Wichtige zu den Themen Visum, günstige Flüge, Transport, Unterkünfte, Währung und Geld abheben in Kuba.

Meine Reiseroute und persönlichen Tipps für Kuba findest du in diesem Artikel.


Empfohlene Reiseführer für Kuba:

Ich war selbst mit dem Lonely Planet Kuba unterwegs, allerdings mit der alten Ausgabe von 2013. Der Guide ist sehr ausführlich und hat super Hintergrundinformationen zu Sehenswürdigkeiten und zur Geschichte Kubas. Man darf sich aber nicht zu viele der (eigentlich für Lonely Planet typischen) Backpacker-Tipps erwarten – aber die wirst Du ja nun in diesem Artikel lesen 😉

Da die neueste Ausgabe keine allzu guten Bewertungen bekommen hat, würde ich allerdings eher auf den Stefan Loose Kuba zurückgreifen.


KUBA SPARTIPPS

Absolute Grundvoraussetzung zum günstigen Reisen auf Kuba ist, dass Du Dir neben der Touristenwährung CUC (gleichwertig zum US-Dollar) auch die nationale Währung Pesos Cubanos besorgst (1 CUC = 24 Pesos).

KUBA SPARTIPPS: GÜNSTIGE UNTERKÜNFTE

Backpacker-Hostels auf internationalem Standard wirst du in Kuba vergeblich suchen. Dafür gibt es Casas Particulares (Privatpensionen), in denen man in der Regel 25 CUC pro Nacht für ein nettes, sauberes Privat-Doppelzimmer mit eigenem Bad zahlt.

Kuba Spartipp #1: Verzichte, abgesehen von der ersten Nacht, auf eine Online-Reservierung, und lass Dich stattdessen vor Ort telefonisch von Casa zu Casa weitervermitteln. So sparst Du Dir die Vermittlungsgebühr, die bei einer Online-Buchung über AirBnB oder Agenturen fällig wird. Außerdem sind die günstigeren Casas sowieso nicht online zu finden, sondern nur vor Ort. Für die erste Nacht kannst Du hier einen 35 Euro AirBnB Gutschein abstauben:

Wenn Du also zu zweit nach Kuba reist, bieten Casas Particulares ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis. Als Alleinreisende(r) bekommst Du mit etwas Glück vielleicht 5 CUC erlassen, aber in der Regel gibt es keinen Rabatt bei Einzelbelegung.

Kuba Spartipp #2: Die Lösung für Solo-Reisende mit kleinem Budget sind “Hostel-Casas”, also Casas Particulares mit Mehrbettzimmern, die maximal 10 CUC pro Bett und Nacht verlangen. In Havanna gibt es das Rolando’s Backpackers (10 CUC) und das Hostel Mango (8 CUC). Beide Hostels haben eine Liste von Hostel-Casas auf ganz Kuba und vermitteln Dich gerne vor Ort weiter.

Manchmal werden Dir Kubaner auf der Staße anbieten, dass Du illegal bei ihnen zuhause übernachten kannst. Dabei zahlst Du zwar nur 10-15 CUC pro Zimmer – fair gegenüber den ehrlichen, lizensierten Casa-Besitzern, die brav ihre Abgaben an den Staat zahlen, ist es aber nicht.

KUBA SPARTIPPS: GÜNSTIG ESSEN

Gutes und günstiges Essen auf Kuba zu finden kann ziemlich schwierig sein. In den Casas Particulares und Touristen-Restaurants werden zwar reichhaltiges Frühstück und Mahlzeiten für je 4-12 CUC angeboten, doch für Backpacker sind das ziemlich happige Preise.

Kuba Spartipp #3: Die beste Wahl für günstiges und einfaches Essen sind die Straßenverkäufer und “Cafeterías”, die Du abseits der Touristen-Plätze ziemlich leicht findest.

Cafeterías gibt es in verschiedenen Formen. Meist sind es kleine Strassen-Kioske, in denen die Kubaner quasi aus dem Wohnzimmer heraus ihre Waren verkaufen. Sie sind an den typischen Holz-Menütafeln erkennbar (Bild unten links). Andere Cafeterías sind richtige kleine Esslokale mit Sitzmöglichkeit.

Die Preise in Cafeterías sind immer (!) in Pesos Cubanos angegeben – niemals in CUC! – und du wirst nie mehr als umgerechnet 1,50 CUC für eine komplette Mahlzeit ausgeben – in der Regel sogar viel weniger als das.

Zum Frühstück bieten Cafeterías herzhafte belegte Semmeln mit tortilla (Omelette), lechón (Spanferkel) oder – mein absoluter Favorit! – minuta (Backfisch) an. Der Preis hierfür ist maximal 10 Pesos. Dazu kannst Du Dir einen cafecito (kleinen süßen Kaffee), jugo (Saft) oder batido (Fruchtshake) für 1-5 Pesos schmecken lassen.

Mittags gibt es deftige Fleischgerichte wie fricasé, ropa vieja oder bistec, serviert mit congrí (Reis und Bohnen) und yuca (Maniok-Wurzel) zu etwa 25 Pesos. Man kann diese oft in kleinen Pappschachteln (cajitas) mitnehmen. Beliebte Alternativen dazu sind Pizza und Spaghetti (je nach Belag 7-30 Pesos) – zubereitet nach Rezepten, die nur entfernt etwas mit den italienischen Originalen zu tun haben, aber überraschend lecker!

Kuba Spartipp #4: Halte die Augen offen nach Peso-Restaurants. Wie der Name sagt, sind die Preise dort in Pesos ausgeschrieben und Du zahlst kaum mehr als umgerechnet 4 CUC für eine gute, Mahlzeit.

Zugegebenermaßen sind diese Peso-Restaurants für Touristen schwer zu finden. Deswegen habe ich für Dich meine Restaurant- und Cafetería-Empfehlungen für Kuba zusammengestellt – ein Klick auf den Link zeigt Dir die exakte Position in GoogleMaps. Besonders in Trinidad und Santa Clara konnte ich einige Perlen finden!

GÜNSTIG ESSEN AUF KUBA: RESTAURANT/CAFETERIA-TIPPS

HAVANNA CENTRO
Pizza Don Llerera. Gute Straßenpizza und Spaghetti. Laguna e/ Escobar y Lealtad
Eine gute Auswahl an Kiosks und Cafeterien gibt’s auf der Avenida Belascoain (Padre Varela).

La Esquina del Sabor. Kiosk mit Süßigkeiten, Kaffee, heißer Schokolade und Säften. Calle San Rafael y Rayo

TRINIDAD
Hostal Academico. Restaurant mit klasse Live-Musik und den besten Preisen in Trinidad (1-4 CUC). Probiere sopa de mariscos (Meeresfrüchtesuppe), ajiaco (Gemüsesuppe mit Mais und Fleisch), pollo al mojo (Hühnchen in Limetten-Zwiebel-Marinade) und ropa vieja. Maceo e/ Colón y Peréz
Die beste Pizza Hawaii (für 15 Pesos, also 0,75 CUC) gibt’s in einer namenlosen Straßenpizzeria in der Piro Guinart #202

Peso-Cafeterias und Street Food findet man in nord-östlich der Plaza Carillo (Calle Garcia, Calle San Procopio)

SANTA CLARA
El Sol. Das beste Peso-Restaurant in Santa Clara mit köstlicher kubanischer Hausmannskost wie masa de puerco (30-100 Pesos bzw. 1-4 CUC). Maceo e/ Pardo y Vidal, einen Block hinter der Bibliothek
O Sole Mio. Für kubanische Verhältnisse herausragendes italienisches Essen (20-60 Pesos bzw. 1-3 CUC). Zayas e/ Independencia y Martí
El Gordo. Klasse Kiosk zum Frühstücken. Neben den typischen Brötchen mit Omelette oder Croquetas gibt es einige exotische Getränke wie batido de maní (Erdnuss-Shake), jugo de guanabana (Annonen-Saft) oder batido de cherimoya (Cherimoya-Shake). Martí #62 e/ Goméz y Estévez

VINALES: Cafeteria Rompiendo Rutina (mit Sitzmöglichkeit). Spaghetti ab 1,50 CUC; Omelette-Semmel, Kaffee und Flan de Leche je 0,50 CUC; Kubanische Hausmannskost für 3,50 CUC (Portion reicht für 2). Adela Azcuy (Sur) #13 e/ Trejo y Cienfuegos

CIENFUEGOS: Gute Peso-Pizza gibt’s auf Avenida 56 zwischen Calle 35 und Calle 37 (El Prado).

KUBA SPARTIPPS: GÜNSTIG HERUMKOMMEN

Die allermeisten Individualreisenden ohne Mietwagen kommen auf Kuba mit den Touristen-Sammeltaxis und Viazul-Bussen herum. Letztere sind sehr zuverlässig, bequem und pünktlich, aber auch relativ langsam, da ständig Essens- und Pinkelpausen an Touri-Restaurants eingelegt werden. Mit 3-6 CUC pro Stunde Fahrt sind die Viazul-Busse zudem ähnlich teuer wie unsere Fernbusse in Deutschland.

Die einzig sinnvollen Viazul-Routen für Backpacker sind meiner Meinung nach von Havanna zum Flughafen Varadero (10 CUC) und die Nachtbusse von/nach Santiago (50 CUC). Andere Strecken kannst Du zu einem Bruchteil des Preises in anderen Transportmitteln zurücklegen!

Máquina: Die Sammeltaxis der Kubaner

Als máquina bezeichnen Kubaner die Sammeltaxis (meist Oldtimer), die zwischen den größeren Orten hin- und herpendeln. Im Gegensatz zu den Touristen-Sammeltaxis versammeln sich die máquinas normalerweise in unmittelbarer Nähe der Einheimischen-Busbahnhöfe (Terminal Interprovincial oder Intermunicipal, nicht beim Viazul-Busbahnhof!). Sie fahren los, sobald sich genug Passagiere gefunden haben.

Hier die Preise für einige Strecken (in Klammern der Viazul-Preis zum Vergleich):

  • Havanna – Pinar del Rio (190 km): 5 CUC (statt 11 CUC)
  • Pinar del Rio – Viñales (26 km): 1 CUC (statt 6 CUC)
  • Havanna – Santa Clara (280 km): 10 CUC (statt 18 CUC)
  • Santa Clara – Caibarien (60 km): 2 CUC (statt 7 CUC)

Bei Preisen von etwa 1 CUC pro 30 Kilometer kannst Du Dir also im Vergleich zum Viazul-Bus oft über die Hälfte des Fahrpreises sparen! Hier ein kleines Beispiel, wie Du für nur 6 CUC statt 12 CUC von Havanna nach Viñales kommst:

SO KOMMST DU FÜR 6 CUC VON HAVANNA NACH VINALES

VON HAVANNA NACH PINAR:
Fahr mit Metrobus P12 oder P16 zum Terminal Interprovincial bei der Plaza de la Revolucíon. Südlich des Busbahnhofs in der Calle 19 de Mayo findest du Máquinas nach Pinar del Rio für 5 CUC pro Person. Wichtig: Du darfst dem Fahrer auf keinen Fall sagen, dass Du in Wirklichkeit nach Viñales möchtest! Er wird sonst sofort mehr verlangen.

VON PINAR NACH VIÑALES:
Das Sammeltaxi wird dich am Busbahnhof von Pinar rauslassen. Ignoriere die nervigen Schlepper und lauf zur Kreuzung Gerardo Medina / Isidro de Armas. Von dort fährst Du mit Buslinie 1 (1 Peso) bis zur nächsten Station (Hospital) und marschierst ein Stück weiter zur Kreuzung der Schnellstraßen. Dort warten Sammeltaxis und Pick-Ups nach Viñales (1 CUC).

Guagua: Der öffentliche Bus

Innerhalb der Städte kann Du auch als Tourist ohne Probleme die öffentlichen Stadt- und Regionalbusse benutzen und ersparst Dir so die unverschämt teuren Touristen-Taxis.

Eine Busfahrt kostet 1 Peso (= 0,05 CUC) für 2 Personen und du wirfst das Geld beim Einsteigen in die Geldbox neben dem Fahrer. Havanna ist mittlerweile mit modernen chinesischen Stadtbussen augestattet (hier der Busnetzplan von Havanna), die Du auch benutzen kannst, um zum Flughafen zu kommen.

In der Provinz fahren ziemlich skurril aussehende Blechbüchsen (siehe Foto) durch die Gegend, zum Beispiel von Trinidad nach Iznaga zum Wachtturm des Zuckerbarons. Die Aussicht vom Bus ist sogar besser als die vom “Valle de los Ingenios”-Touristen-Zug für 10 CUC!

WIE KOMMT MAN MIT DEM BUS VOM FLUGHAFEN HAVANNA IN DIE STADT?

Wenn Du keine Lust hast, 25 CUC für ein Taxi in die Stadt zu zahlen, dann lauf die zwei Kilometer vom Terminal 3 zur Avenida Rancho Boyeros. Von dort fahren die Businien P-12 und P-16 schnurstraks die Schnellstraße bis zur Plaza Revolución hinauf, wo sie sich verzweigen: P-12 fährt entlang des Boulevard Simón Bolívar zum Parque Fraternidad (Capitol), P-16 durch Vedado zum Hospital Ameijeiras.

Wenn Du nicht so arg weit laufen möchtest, kann Du alternativ vom Terminal 3 aus Richtung Norden laufen, eine Wiese überqueren (kein Witz!) und in der kleinen Siedlung Abel Santamaría nach Bus Nummer 450 oder 202 fragen. Diese bringen Dich zur Haltestelle Fontanar auf der Avenida Rancho Boyeros, von wo Du widerum mit Metrobus P-12 und P-16 zur Stadt weiterfahren kannst.

Bicitaxi

Ein anderes typisch kubanisches Fortbewegungsmittel sind die Fahrrad-Rikschas (Bicitaxis). Kubaner zahlen maximal 0,50 CUC pro Person, Touristen oft 2-3 CUC – herunterhandelt ist meist unmöglich, und nun ja, sei es den Jungs für ihre Schwerstarbeit gegönnt.

Kutsche

Ja, du hast richtig gehört: Kutschen sind in Kuba immer noch ein gängiges Transportmittel. In Cienfuegos fungieren sie beispielsweise noch wie Busse und fahren auf festen Routen, an denen man aus- und zusteigen kann. Ein Platz kostet 1 Peso (0,05 CUC).

Sammeltaxi in Havanna

Noch eine tolle Möglichkeit, in Havanna herumzukommen, sind die Sammeltaxis. Die Oldtimer mit den TAXI-Aufklebern fahren eine feste Route entlang und können an jeder Ecke herangewunken werden. Frage bei Kubanern nach, an welcher Straße Du für Deinen Zielort warten musst. Eine Fahrt in der Stadt kostet in der Regel 10 Pesos pro Person (0,40 CUC). Hier findest Du alle Taxi-Routen in Havanna und die von der Regierung festgelegten Preise.


FÜR DIE GANZ HARTEN:
REISEN WIE DIE KUBANER

An die nachfolgenden Transportmöglichkeiten solltest Du Dich nur mit guten Spanisch-Kenntnissen, wenig Gepäck, gutem Orientierungssinn (bzw. Offline-Maps und GPS), Abenteuerlust, Geduld und Leidensfähigkeit heranwagen.

Manchmal wird es nötig sein, Dich als Austauschstudent auszugeben, damit Du nicht von überkorrekten Aufsehern abgewiesen wirst. Doch all diese Mühe lohnt sich: Du wirst Erlebnisse haben und Erfahrungen machen, die dem Großteil der Touristen verwehrt bleiben!

Camión (Laster)

Die Kubaner sind schon bemerkenswerte Erfinder. Da es zu wenig Busse gibt, haben sie einfach bei Schuttlastern die Ladefläche mit Bänken bestückt und mit Planen überdacht – fertig ist der Ersatzbus!

Die camiones können extrem voll werden und die Holzbänke sehr unbequem sein – mehr als 2 Stunden würde ich damit nicht fahren wollen – aber der Preis ist dafür unschlagbar mit ca. 15 Pesos (0,60 CUC) pro Stunde Fahrt.

Zusteigepunkte sind im besten Fall im Terminal Interprovincial, bei den Amarillos (siehe unten) oder an bestimmten Haltestellen entlang der Schnellstraße, die Du erfragen musst.

De Botella (per Anhalter)

Per Anhalter fahren ist in Kuba nichts außergewöhnliches und wird sogar staatlich organisiert. Die Tramper kongregieren sich beim sogenannten Amarillo, einem Herrn in senffarbener Uniform, der Laster anhält und die Tramper schön der Reihe nach auf die Ladefläche verfrachtet. Eine einstündige Fahrt kostet ca. 10 Pesos (0,40 CUC).

Manchmal kann es 1-2 Stunden dauern, bis sich eine Mitfahrgelegenheit findet, Geduld ist hier also gefragt! In der Zwischenzeit ist es aber auch möglich, dass Dich eine maquina oder ein camión aufgabelt. Privatleute nehmen Tramper selten mit, mit Geldscheinen herumzuwedeln steigert aber die Chancen enorm.

Den “Punto Amarillo” erfragst Du am besten vor Ort, ein Blick auf den Stadtplan verrät es Dir aber meistens auch: der Amarillo befindet sich entweder am Beginn der Schnellstraße oder an der Ortsausfahrt in die entsprechende Richtung Deines Zielorts.

Um zum Beispiel von Havanna Richtung Pinar del Rio zukommen, fährst Du mit Bus P-12/16 zur Haltestelle “100 y Boyeros” und läufst von dort zum Beginn der Schnellstraße nach Pinar. Von Trinidad nach Cienfuegos kommst Du einfach von der Ortsausfahrt.

Hast Du noch Spartipps für Kuba? Hast Du Fragen oder Anmerkungen? Wie viel hast Du täglich auf Kuba ausgegeben?


Zum Weiterlesen:

Reiseroute Kuba: Sehenswürdigkeiten & Tipps für Deine erste Reise

Mal ehrlich! Diese 9 Dinge nerven in Kuba (und warum ich das Land trotzdem liebe)kuba-diese-9-dinge-nerven

Kuba auf eigene Faust: Die neuesten Infos für Backpacker und Individualreisende
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27 Comments

  • Andreas says:

    Hi Stefanie,
    danke für die tollen Tipps!

    Für einen Kumpel und mich beginnt die Reise nächste Woche Sonntag in Holguin.
    Wie erkennt man denn, ob man in einem Restaurant in CUP oder CUC bezahlen kann/darf?
    Leider sprechen wir kein Spanisch, wie könnte man das erfragen?

    Wir haben knapp 2,5 Wochen Zeit um nach Havanna zu reisen, wo wir unsere Heimreise antreten werden. Hoffentlich verläuft alles gut 😉

    Gruß Andreas

    • Stefanie says:

      Hallo Andreas,
      CUCs werden überall angenommen, auch wenn die Preise in Pesos ausgeschrieben sind. Anders herum ist es eher unüblich. Viel Spass!

  • Julian says:

    Wirklich ein super Artikel, deutlich besser als die Tipps für “Backpacker” aus dem Lonely Planet oder einigen anderen Reiseblogs. Ich bin selbst vor anderthalb Jahren durch Kuba gereist und kann deine Tipps sehr gut nachvollziehen.

    Der Streetfood ist wie du schon schreibst unglaublich günstig, in Sancti Spitirus habe ich in einem regierungsbetriebenen Takeaway sogar einmal ein Sandwich für 0,7 CUP, also etwa 0,03€ bekommen, an Neujahr wurde selbstgebrautes Bier aus Lastwagen für 1 CUP pro Becher verkauft. Ein echter Preis-Leistungs-Sieger ist aber die köstliche Limonade, die für 1 CUP pro Becher in Santiago de Cuba verkauft wird. Ein Budget-Tipp von eklig bis köstlich ist die Pizza, die für 5-15 CUP fast überall verkauft wird. Interessant war auch der Besuch eines kubanischen Eiskaffees – es gab zwar eine Speisekarte mit vielen verschiedenen Eisbechern, diese unterschieden sich letztendlich aber nur in der Anzahl der Eiskugeln und Waffeln, denn auch das “Tutti Frutti”-Eis bestand nur aus Vanilleeis, eine andere Eissorte gab es gerade nicht.

    Die “Touristenattraktionen” sind wirklich ein schlechter Witz, aber haben den Vorteil, dass sich 99% der Touristen im renovierten Stadtkern konzentrieren. Die nicht renovierten Wohnviertel ein paar Blocks vom Zentrum entfernt sind etwas ganz anderes, da gibt es dann auch alle paar Meter ein Peso-Restaurant. Die Kubaner, die ich dort getroffen habe, waren ganz anders als die Schlepper im Stadtzentrum, tolle Leute mit denen ich mich viel unterhalten habe oder auch mal zu einer Partie Schach herausgefordert wurde.
    Um ein günstiges Casa für 10-15 CUC (In der Hauptsaison um Weihnachten!) zu finden, fand ich die nervigen Schlepper aber oft ziemlich hilfreich: Wenn ich diesen klar gesagt habe, dass ich maximal 10 (15) CUC für eine Übernachtung bezahle, haben die entweder sofort aufgegeben oder mich tatsächlich zu einem günstigen Casa geführt, das ich alleine wahrscheinlich nie gefunden hätte. Unter anderem kam ich so in einem inoffiziellen (eigentlich nur an Kubaner zu vermietendem) aber sehr zentralem Zimmer bei einer Familie in Sancti Spiritus unter, die mich dann einlud, mit ihnen Sylvester zu feiern.

    Ich habe damals einen großen Teil von Cuba in Camiones durchquert. Das war ein sehr interessantes, aber auch anstrengendes Erlebnis und während ich das anfangs noch recht faszinierend fand, wäre ich spätestens, als ich zwei Tage brauchte um von Sancti Spitirus nach Camaguey zu kommen, liebend gerne auf einen Viazul-Bus umgestiegen – doch aufgrund der Weihnachtsferien waren diese mehrere Tage im Voraus ausgebucht. Von Camaguey bin ich mit dem kubanischen Zug nach Santiago de Cuba gefahren, der kostet zwar für Touristen 11 CUC statt 11 CUP, ist aber dennoch deutlich günstiger als der ausgebuchte Viazul-Bus und ein interessantes Erlebnis, denn so reisen die Kubaner, die sich den Bus nicht leisten können. Als ich Kuba von Havanna nach Baracoa mit lokalen Transportmitteln durchquert hatte (ausgenommen die Strecke Trinidad-Sancti Spiritus, wo ich mir mit anderen Reisenden ein Taxi geteilt habe), bekam ich von englischen Touristen ein Viazul-Ticket nach Havanna geschenkt – durch die viel zu starke Klimaanlage in den Viazul-Bussen hatten diese sich erkältet und statt dem Bus einen Rückflug gebucht. Ich hatte die holprigen Fahrten in den heißen Camiones gesund überstanden 🙂
    Zurück in Havanna traf ich dann im Hostel andere Backpacker, die sich wunderten, wie ich es denn geschafft hätte, für unter 50$/Tag (mein Budget: knapp 20$/Tag) durch Kuba zu reisen..

  • Jonas says:

    Hallo Stefanie,

    danke für die tollen Tipps!

    Weißt du zufällig ob die Busse P12 und P16 auch nachts fahren?

  • Katrin says:

    Sehr sehr gut geschrieben und informativ. Vielen, vielen Dank dafür!

  • Abi Melex says:

    Wow, wir sind gerade zurück aus Kuba und in den letzten Monaten scheint sich ja einiges verändert zu haben, evtl auch weil es seit Sept. 2016 Direktflüge aus den USA gibt. Jedenfalls scheint Viazul den Andrang nicht managen zu können, beliebte Strecken sind schon Tage im Voraus ausgebucht und die Taxifahrer (Taxi Collectivos) nutzen das gnadenlos aus. 3-5 facher Viazul Preis ist normal, Verhandlungsspielraum gibt es kaum. Meistens fahren dann auch mehr Leute im taxi mit, als eigentlich reingehen würden, so dass es richtig kuschlig wird.
    Man muss auch aufpassen, bei den Fahrern, die das geld am Anfang der Fahrt haben möchten. Manche versprechen die Fahrt bis zur Casa und behaupten dann, sie würden sich in der Stadt nicht auskennen und lassen einen irgendwo raus.

    Auch die Casas haben die Preise um 5-10 CUC angehoben.
    Der Tipp mit den Cafeterias war super, leider muss man wirklich auch Glück haben um etwas schmackhaftes zu finden. Die besten Cafeterias erkennt man übrigens an den Warteschlangen davor 😉

    Insgesamt hatte ich leider Eindruck, dass Touristen grundsätzlich abgezockt werden wo es nur geht. Überall wo kein Preis drann steht darf man deutlich mehr bezahlen, als es Einheimische. Beispiel 5 mini Bananas auf dem Gemüsemarkt für 2 CUC, normalpreis ist 5 Pesos!

    Die Kosten für Wasser haben wir gedrückt indem wir immer die 5 Liter Kanister gekauft haben (1,90 – 3 CUC), aber wer richtig sparen will kocht selber ab, falls man ausnahmsweise mal die Küche in der Casa nutzen darf.

    • Stefanie says:

      Vielen herzlichen Dank für Dein brandaktuelles Feedback! Das ist für meine Leser sicher hilfreich. Schade dass sich die Situation für Touristen so verschlechtert hat.

  • Tina says:

    Liebe Steffi,
    wow, ein dickes Kompliment an dich! Das ist mal ein wirklich toller Blog mit unendlich guten Tipps. ??Ich reise im Februar wieder mit leichtem Gepäck, nicht zu prall gefülltem Geldbeutel und auf eigene Faust nach Kuba. Seit 5 Jahren war ich nicht mehr dort, es hat sich ja sehr viel verändert. Doch nun bin ich, dank deiner Infos, wieder perfekt upgedatet, ich werde viele deinerTipps nutzen.
    Lediglich in Sachen “Reisen wie die Kubaner” habe ich so meine Bedenken: De Botella sind die Kubaner nicht unterwegs um günstig zu fahren oder gar aus Spaß an der Freude, sondern das tun sie, weil es für sie die einzige Möglichkeit ist von A nach B zu kommen. Immer verbunden mit langen Wartezeiten und viel Geduld. Ziemlich ungemütlich ist diese authentische Art zu reisen für sie obendrein. Glaube mir bitte, kein Kubaner wird Verständnis dafür aufbringen, dass wir Touristen, mit den Taschen voll CUC und komfortableren Reisemöglichkeiten, uns bei den Amarillos einreihen, um ihnen dann einen der ohnehin zu knappen Plätze streitig zu machen. Ich weiß nicht, ob das eine so wirklich gute Idee ist. Das muss aber letztlich jeder für sich entscheiden.
    Dir wünsche ich weiterhin viele schöne Reisen und uns Lesern noch viele tolle Berichte!

    Saludos cordiales
    Tina

    • Stefanie says:

      Hi Tina,
      danke für deinen kritischen Kommentar!
      Dass Einheimische das nicht nachvollziehen können, wenn Touristen solche Transportmittel benutzen, ist in vielen Entwicklungsländern so. Wie du allerdings richtig sagst, ist die Situation in Kuba nochmal eine ganz spezielle. Ich habe durchaus lange überlegt, ob ich diese “Anleitungen” überhaupt veröffentlichen soll. Ich bin mir allerdings sicher, dass nur ein winzig kleiner Bruchteil der Leser dieses Artikels tatsächlich auf die lokalen Verkehrsmittel zurückgreifen wird – wie ich schrieb, eben nur die ganz Harten 😉 und selbst dann macht man es vielleicht nur 1-2 mal, um es eben mal erlebt zu haben.
      LG Steffi

  • Julia says:

    Hallo Steffi, ich breche in zwei Wochen auf nach Kuba =) Deine Artikel sind echt hilfreich bisher und lassen die Vorfreude gewaltig steigen =)
    Du erwähnst öfters, dass man, um billig zu reisen, unbedingt an Pesos kommen muss. Hast du hierzu ein paar Tipps, wo man da ran kommt. Ist es sinnvoll, erstmal alles in CUC zu wechseln und dann von CUC nach Pesos, oder ist es einfacher von Euro nach Pesos? Danke schonmal =)

    • Stefanie says:

      Hallo Julia,
      ich glaube, dass du nur CUCs in Pesos tauschen kannst. Auf keinen Fall dein ganzes Geld in Pesos wechseln, maximal 10 CUC für den Anfang 🙂
      LG Steffi

  • eltribi says:

    Hey du schreibst das man sich bei den Bussen von den Terminales Interprovinciales als Austauschstudent ausgeben soll. Ist es streng genommen auch verboten diese als Ausländer zu benutzen?

    • Stefanie says:

      Nein, das habe ich nicht geschrieben 😉 es ging um die lokalen Verkehrsmittel im Allgemeinen. Ich bin in meinem Artikel absichtlich nicht auf diese Busse eingegangen, da sie nach der offiziellen Version verboten sind für Nicht-Kubaner. Einige Touristen haben die Busfahrer wohl erfolgreich bestochen, aber zu solchen Dingen will ich meine Leser nicht animieren 😉

  • Frida says:

    Hi Steffi,
    wow was für ein unglaublich nützlicher Artikel! Tausend Dank für die tollen Tipps.
    Ich breche in einer Woche nach Kuba auf und bin auch alleine unterwegs. Wie hast du denn die günstigen Hostel Casas gefunden? Ich habe bisher nur von zwei in Havanna gehört und für einen alleine sind 25-35 CUC ja wirklich viel 🙂 Kannst du vielleicht mal die in denen du übernachtet hast auflisten und Tipps geben wie du rausgefunden hast wo es so was gibt?
    Vielen lieben Dank schon mal im Voraus und mach weiter so das ist wirklich ein super Blog!!
    Liebe Grüße
    Frida

    • Stefanie says:

      Hi Frida,

      Sehr gern! Wie im Artikel steht, vermitteln dich diese beiden Hostels aus Havanna an Hostel-Casas auf der ganzen Insel weiter 🙂 ich selbst bin außerhalb Havannas nur einmal in Viñales in einer solchen Casa geblieben und den Namen weiss ich nicht mehr, sorry!

      Ich hab mir an den anderen Orten ein Doppelzimmer mit meiner Freundin geteilt, die mich auf der Hälfte der Reise begleitet hat. Als ich alleine unterwegs war, bin ich bei kubanischen Freunden untergekommen bzw. habe mir vor Ort “schlechtere” (bezüglich Lage/Ausstattung) Casas gesucht, die ich auf 15 CUC herunterhandeln konnte. Dass die Hostels diese Liste haben wusste ich nämlich auch erst am Ende der Reise 😉

      LG Steffi

  • Andrea says:

    Hallo 🙂

    Vielen lieben Dank für deinen tollen Blog 🙂
    Mein Freund und ich fliegen vom 14.10-24.10 nach Kuba und suchen gerade die Tipps und Tricks wie man sich dort am besten zurecht findet – haben uns einiges von dir schon aufgeschrieben 🙂
    Nun meine Frage (ich hoffe du kannst mir helfen): wie ist das bei der Einreise? In älteren Blogs habe ich gelesen, dass man nachweisen muss 50 USD pro Tag zum rumreisen dabei haben muss… Und man braucht noch eine Bestätigung der Krankenkasse um dort versichert zu sein.. Unser Hinflug wir über Brüssel sein (war am billigsten) wo auch wohl eine Touristenkarte schon mit dabei ist… Bin mit den ganzen Sachen etwas überfordert, vllt kannst du mir da etwas aus deiner Erfahrung erzählen bzw. vllt hast du noch weiteres was wir für die Vorbereitung der Reise beachten sollen 🙂
    Danke dir schonmal und liebe Grüße:) Andrea

  • Irene Brum says:

    Liebe Steffi,
    zunächst ein rießen Lob an dich!
    Ich verfolge schon seit längerem deinen Reiseblog und freue mich immer auf neue Posts von dir 🙂
    Besonders die Beiträge zum Iran und Kuba sind sehr spannend und hilfreich, da ich in diesem Jahr vorhabe in beide Länder zu reisen.
    Gerade stellt sich mir die Frage, wie es mit den Inlandsflügen auf Kuba so aussieht.
    Es ist eine 3-wöchige Rundreise geplant und ich möchte bis ganz runter nach Santiago de Cuba.
    Um Zeit für die Rückreise nach Havanna zu sparen, dachte ich mir die Strecke Santiago – Havanna zu fliegen.
    Allerdings habe ich bei meiner Recherche dazu relativ negative Beiträge zu der kubanischen Airline gefunden.
    Hast du ggf. im Laufe deiner Reise durch Kuba Reisende getroffen, die Erfahrungen mit dieser Airline bzw. mit Inlandsflüge generell gemacht haben?! Bin etwas verunsichert.

    Wenn es für dich in Ordnung ist, würde ich mich gerne mit dir über Reisen in Zentralasien austauschen 🙂
    Vielleicht könntest du mich dazu direkt über meine Email kontaktieren.
    Würde mich sehr freuen von dir zu hören.

    Liebe Grüße aus München
    Irene

    • Stefanie says:

      Hallo Irene!
      Ich hab leider überhaupt keine Ahnung zu Inlandsflügen in Kuba. Schau mal in die Facebook Gruppen “Enjoy Cuba” oder “Amigos de Cuba”, dort sind ganz viele Kuba-Experten! 🙂
      Ein Blogartikel zu Usebkistan geht morgen online, ich schreib dir aber auch nochmal ne Email 😉
      LG Steffi

  • Uwe Schmitz says:

    Eine Empfehlung: Man muß immer vorher nach dem Preis fragen!

    Ein großer Nachteil der viazul Busse: sie sind schrecklich kalt! Habe alles, aber auch wirklich alles angezogen, T-Shirt, Schlafanzug, etc. – alles, schrecklich kalt! um den Hals irgendetwas herumgewickelt! Besonders nachts, nicht auszuhalten! Auch nachfragen beim Fahrer bringt nichts. Das ist halt modern: Kühle inden Tropen!
    Da fahre ich doch wirklich lieber in den Schrottkisten und viel interessanter.

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