Im Iran reisen als Frau: Das Kreuz mit der islamischen Kleiderordnung

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Frauen, die zum ersten Mal in den Iran reisen, bereitet die dort vorgeschriebene islamische Kleiderordnung wahrscheinlich im Vorfeld das größte Kopfzerbrechen.

In diesem Artikel kläre ich deshalb die wichtigsten Fragen, die mir Leserinnen zu diesem Thema seit meiner fünfwöchigen Backpackingreise durch den Iran gestellt haben:

  • Was ist die islamische Kleiderordnung, und welche Klamotten soll ich für eine Iranreise packen?
  • Muss ich mich vor der Sittenpolizei fürchten?
  • Wie hält so ein Kopftuch überhaupt und erträgt man damit die Hitze?
  • Und was tragen Iranerinnen zuhause?

Was ist die islamische Kleiderordnung?

Im Iran gilt die Scharia und damit auch die islamische Kleiderordnung (hijab). Für Frauen heisst das, dass sie in der Öffentlichkeit alle Körperteile außer Hände, Füße und Gesicht bedeckt halten müssen und keine enganliegende Kleidung verwenden sollen. Der Po muss dabei zweimal bedeckt sein.

Besonders auf dem Land benutzt die Mehrheit der Frauen im Iran einen Tschador, ein halbmondförmiges schwarzes Tuch, das komplett um den Körper gelegt wird und mit einer Hand, mit den Zähnen oder unter den Achseln festgehalten wird.

Gesichtsverhüllungen (Niqab, Burka) sind im Iran extrem unüblich und werden nur in arabischen und afghanischen Gemeinden im äußersten Süden und Osten getragen.

Soweit zur Theorie – denn in den Großstädten loten junge Iranerinnen die Kleiderordnung bis an ihre Grenzen aus.

Anstatt des Tschadors benutzen sie eine Kombination aus knielangem Mantel und Kopftuch, genannt manto-roosari. Die darunter getragenen Hosen sind oft sehr enganliegend und die bunten Kopftücher sitzen so weit hinten am Schopf, dass sie ihren Zweck fast gar nicht mehr erfüllen. Mit starker Schminke und Nagellack halten sich ebenfalls die wenigsten Großstädterinnen zurück.

Die Kreativität, die die Fashionistas aus den Reichenvierteln Teherans bei ihrer Kleiderwahl an den Tag legen, ist bemerkenswert und kann im Instagram-Account Rich Kids of Tehran bewundert werden.

Für das Kopftuch selbst gibt es mehrere Varianten:

  • Das klassische roosari ist ein quadratisches und diagonal gefaltetes Tuch, das unter dem Kinn verknotet oder mit einer Sicherheitsnadel oder einem Clip zusammengehalten wird.
  • Deutlich zeitgemäßer ist ein shawl (Schal), der locker über Haar und Schultern gelegt wird.
  • An Schulen, Unis und im öffentlichen Dienst ist das maghne’e vorgeschrieben, eine Kopfbedeckung, bei der nur ein Loch für das Gesicht ausgespart ist.

Muss ich im Iran einen Tschador tragen?

Nein, auch nicht in Moscheen. Einen Tschador musst Du ausschließlich in den heiligen Schreinen tragen (zum Beispiel im “Shah Cheragh” in Shiraz oder “Shah Abdol Azim” in Rey) und kannst ihn Dir dort kostenlos ausleihen. Die Damen in der Gaderobe werden Dir beim Anlegen helfen.

Obwohl ich mich mit dem Tschador total ungeschickt angestellt habe und zum Schluss immer mein ganzes Haar herausgeschaut hat, hat mich niemand schief angeschaut oder ermahnt. Auch die freiwilligen Helfer, die mit ihren Staubwedeln die Menschenmenge lenken und auf die Einhaltung der Kleidervorschrift achten, haben mich nie angesprochen.

Wie kann ich mich als Touristin im Iran kleiden?

Für das Kopftuch habe ich mir von zuhause ein schwarzes Paschminatuch mitgenommen und dann vor Ort in den Basaren schöne bunte Stoffschals gekauft. Man hat bei mir immer ziemlich viel Haaransatz gesehen, aber ich hatte, außer einmal in Esfahan, nie Probleme damit.

Denk auch unbedingt daran, ein Kopftuch mit ins Handgepäck zu nehmen, falls Du per Flugzeug in den Iran reist. Du musst es anlegen, sobald die Maschine iranischen Boden berührt. Wie man das Kopftuch am besten trägt und welche Tricks die Iranerinnen verwenden, verrate ich weiter unten.

Kleidung für die kälteren Monate (Oktober – April) bzw. Norwest-Iran:

Da ich im November unterwegs war, habe ich als manto einen hellen taillierten Trenchcoat benutzt, den ich in der Türkei gekauft hatte. Ich wünschte, er wäre etwas länger gewesen und mir wenigstens bis zur Mitte der Oberschenkel gegangen, aber was besseres konnte ich nicht auftreiben. Die Farbe sollte gedeckt sein (schwarz, braun, beige, dunkelblau, weiß).

Hosen sollten bis zum Knöchel gehen, aber dürfen ruhig eng anliegen. Ich bin mit einer normalen Jeans bzw. Jeggins für die kalten Regionen und einer schwarzen Stoffhose gut zurechtgekommen. Hier ein paar günstige Outfit-Ideen bei Amazon:

Kleidung für die wärmeren Monate (Mai – September) bzw. Süd-Iran:

Touristen genießen etwas mehr Freiheit als die Iranerinnen und dürfen in den wärmeren Monaten statt eines mantos weite, lange Tunikas und Blusen mit 3/4-Ärmeln benutzen. An den touristischen Orten bzw. größeren Städten (Teheran, Esfahan, Shiraz, Yazd, Kashan, Rasht) wirst Du damit, in Kombination mit einer schwarzen, knöchellangen Leggins und Sandalen, keine Probleme haben.

Achte beim Einkauf darauf, dass das Oberteil sich nicht am Busen abzeichnet, keinen Ausschnitt hat (bzw. dieser gut mit dem Kopftuch abgedeckt werden kann) und es mindestens bis zur Mitte der Oberschenkel geht – hier ein paar Beispiele auf Amazon:


In ländlicheren Gegenden und an konservativeren Orten könntest Du über der Tunika dann noch einen ganz leichten, einfarbigen Cardigan tragen.

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Ich hatte auch eine Harems-Hose (Pump-Hose) dabei, aber habe sie ehrlichgesagt fast nie angezogen. In Kombination mit einem Trenchcoat bzw. weiten Oberteil sieht man darin sehr unförmig aus und ich kam mir darin neben den elegant angezogenen Iranern zu verlottert vor.


Meine Buchempfehlungen zum Iran:


Wie ertrage ich die Hitze mit Hijab?

Am besten vermeidest du grundsätzlich eine Iranreise in den Monaten Juni bis August. Ich selbst bin im November 2014 durch den Iran gereist und habe alle möglichen Temperaturen zwischen -5°C und +30°C erlebt.

Im Nordiran war es so kalt, dass ich ohne Jacke eh nicht hätte rausgehen können (es lag zum Teil Schnee!). An der schwülen Golfküste war es jedoch im Trenchcoat unerträglich. Ich habe nur noch ein Maxi-Shirt getragen und den Schal so verknotet, dass mein Hals und Nacken frei waren. Das hat sehr viel Kühlung verschafft.

Auf der Haupt-Touristenroute wäre das Outfit völlig ok, aber für diese abgelegene Gegend war es schon etwas gewagt, und so könnte man auf keinen Fall in kleinen Dörfern herumrennen. Im Wüstendorf Faraj wollte ich in diesem Outfit aus dem Hotel gehen, aber der Rezeptionist hat mich ohne richtigen Mantel nicht rausgehen lassen. Falls Du also im Hochsommer abseits der üblichen Pfade auf dem Land bzw. tief im Süden reisen möchtest, musst Du wohl oder übel leiden.

Was ist das Kopftuch-Geheimnis der Iranerinnen?

Ein Kopftuch zu tragen ist gar nicht so einfach. Knoten haben bei mir nie gehalten und ich musste den Stoff mit einer Stecknadel oder einem kleinen Clip unter dem Kinn festmachen, damit er nicht dauernd herunterrutscht.

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Glücklicherweise haben mich die iranischen Frauen schnell in ihr Kopftuch-Geheimnis eingeweiht: viele benutzen einen klips, eine große Haarklammer mit Tüll- oder Stoffpuscheln an den Seiten, durch die das Kopftuch sofort besser hält.

Wenn man ihn im Nacken feststeckt, gibt er ein schönes Volumen am Hinterkopf, und weiter oben dient er als perfekter Anker für den Schal – er wird nie wieder herunterrutschen! Kaufen kann man klips in den vielen Haaraccessoire-Geschäften. Ein Dutt oder Pferdeschwanz tut’s aber auch – sieht nur nicht so schön aus 😉

Kontrolliert die Sittenpolizei im Iran auch Ausländerinnen?

In fünf Wochen Iran ist mir die Sittenpolizei (gashte ershad) nie aufgefallen und ich habe auch von keinen anderen Ausländerinnen gehört, die mit ihr konfrontiert wurden.

Ich wurde nur einmal auf dem Hauptplatz von Esfahan von zwei Frauen im Tschador dazu angehalten, meine Haare besser zu bedecken. Sie sahen aus, als würden sie Wache halten, aber ob sie zur Sittenpolizei gehörten, konnte aber auch mein Couchsurfing-Host nicht mit Sicherheit sagen, da sie keine Uniform trugen.

Wenn Dir versehentlich das Kopftuch herunterrutscht, ist ein kurzer Hinweis das schlimmste, womit Du rechnen musst. Dass eine Ausländerin wegen schlechtem Hijab in Gewahrsam genommen wird, gilt als extrem unwahrscheinlich – sowas könnte sich der Iran im Moment politisch gar nicht erlauben, schließlich setzt die Regierung derzeit alles daran, sich zum Westen hin zu öffnen und den Iran als Urlaubsziel zu promoten.

Iraner haben mir erzählt, dass die Sittenpolizei generell immer mehr durchgehen lässt, da der derzeitige Präsident Rohani verhältnismäßig moderne Ansichten hat und sich die Regierung vor einem erneuten Volksaufstand wie dem von 2009 fürchtet – und deswegen lieber etwas mehr Freiheit gewährt. Diese Einschätzung deckt sich auch mit diesem Artikel der Süddeutschen Zeitung: Frauenrechte im Iran – Revolution der Farben.

Kann ich geeignete Kleidung vor Ort kaufen?

Klar, allerdings würde ich mir den Stress nicht antun wollen, wenn Du eh schon total von neuen Eindrücken erschlagen bist und Dich dann auch noch um Klamotten kümmern musst.

Dass die auf iranischen Basaren verkaufte Kleidung deinen Geschmack trifft halte ich außerdem für eher für unwahrscheinlich 😉 wenn es also möglich ist, würde ich alles schon vor der Reise besorgen.

 Und wie ist es hinter verschlossenen Türen?

In den eigenen vier Wänden gilt die Kleiderordnung natürlich nicht. Falls Du bei Iranern zum Tee oder Essen nach Hause eingeladen wirst, kannst Du also ohne Probleme Kopftuch und Mantel ablegen.

Nur strenggläubige Muslima tragen zuhause ein Kopftuch, falls sich ein Mann im Haus befindet, der kein enger Familienangehöriger (Ehemann, Vater, Bruder) ist. Falls Du auf eine Hausparty in Teheran eingeladen wirst, darfst du auch gerne ein Kleid, Rock oder Top mitbringen, und ziehst Dich dann vor Ort um – so machen das zumindest die Iranerinnen 😉

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Wenn Du vorhast, im Iran Couchsurfing zu machen, würde ich als Pyjama ein T-Shirt mit mindestens knielanger Hose empfehlen, damit brauchst Du Dir auch in konservativeren Familien keine Gedanken machen.

Ich empfehle Dir Couchsurfing im Iran nicht nur wegen der unglaublich interessanten Einblicke und kulturellen Erfahrungen, die Du machen wirst. Du wirst Dich auch viel wohler fühlen, denn auch in den aller-verwestlichten Hostels musst Du außerhalb der Zimmer Kopftuch tragen, egal ob Du nur schnell was in der Rezeption fragen willst, ins Gemeinschaftsbad gehen musst oder zum Frühstück gehst. Das alles erübrigt sich, wenn Du in einer Privatwohnung schläfst.

Falls Du mehr über meine Couchsurfing-Erfahrung im Iran wissen möchtest, dann lies hier weiter: Couchsurfing im Iran: Meine Erfahrung als Alleinreisende

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Fazit: Die islamische Kleiderordnung sollte Dich nicht von einem Trip in den Iran abhalten. Natürlich ist das Kopftuch manchmal nervig, aber die Begegnungen und Erlebnisse, die Du im Iran haben wirst, machen das mehr als wett. Solange Du Dich an die Grundregeln hältst, brauchst Du Dir als Ausländerin keine Sorgen machen, und je näher Du die Reise an den Winter legst, desto weniger wird Dich der Hijab stören.

Warst Du schon im Iran? Wie kamst Du mit der Kleiderordnung zurecht? Wenn Du noch nicht dort warst, käme eine Reise in den Iran unter diesen Bedingungen überhaupt infrage? Ich freue mich auf Deinen Kommentar!

Nachwort: Als Touristin sucht man sich natürlich freiwillig aus, ob man in den Iran reisen möchte und sich damit zeitweise dieser Kleiderordnung unterwerfen will. Dieser Artikel soll auf keinen Fall den Zwang zum Hijab auf irgendeine Weise verharmlosen, denn natürlich war es ein unbeschreiblich befreiendes Gefühl, das Kopftuch nach fünf Wochen Iran im Flieger nach Hause endlich wieder ablegen zu können. Wenn Du den Kampf der Iranerinnen gegen die Kopftuchpflicht aus erster Hand mitverfolgen möchtest, dann unterstütze die Online-Frauenrechtsbewegung My Stealthy Freedom.


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43 Comments

  • gerald says:

    Hallo Stefanie,
    vielen Dank für Deine tollen Informationen dieser absolut genialen Länder. Deine Auswahlkriterien abseits der Trampelpfade entspricht genau meine Vorstellungen zu reisen. Ich plane im Sommer dieses Jahres ein Sabbatical mit round the world und möchte viele Deiner bisher besuchten Länder aufsuchen. Aus diesem Grund möchte ich Dich fragen ob es irgendwie einmal möglich ist “Dich live zu erleben” also im Sinne von Fragenaustausch? Wie auch immer Du Dir das vorstellen könntest ich würde mich auf jeden Fall sehr freuen. Ich habe auch schon viele Länder besucht und so könnte es vielleicht auch zu einem Austausch kommen?
    Viele liebe Grüße
    gerald

  • Antonia says:

    Hi Steffi!
    Erstmal danke für die vielen ausführlichen Tipps! 🙂
    Ich fliege im Mai für zweieinhalb Wochen in den Iran und freue mich schon sehr, dieses Land kennenzulernen.
    Eine Frage hätte ich da nur – wie sieht es denn mit Tattoos zeigen aus? Ich habe gelesen, dass Tattoos stechen lassen unter Strafe verboten ist. Aber als Touristin mit 3/4-Ärmeln herumlaufen, wo evt. was rausschaut? Hast du dort vielleicht andere Reisende getroffen, die damit Erfahrungen gemacht haben?
    Beste Grüße,
    Antonia

  • Caro says:

    Hey Steffi,
    danke für die tolle Übersicht 🙂
    Scheint ja alles gar nicht so dramatisch zu sein, wie oft erzählt wird.
    Das einzig Dumme: Ich muss mir vor meiner Iran-Reise erstmal passende Klamotten kaufen – so sonderlich viel habe ich nämlich nicht, was ich da tragen dürfte 😀
    Schöne Grüße,
    Caro

  • Annette Neusinger says:

    Hallo Steffi,
    Ich fand deine Iran-Kleider-Tipps sehr spannend, freue mich schon aufs Shoppen ;-)!! Ich werde Ostern für 2 Wochen in den Iran reisen und dafür das VOA nutzen. Allerdings habe ich gelesen, dass man dafür vor Ort am Flughafen die Hotelreservierungen vorlegen muss. Da ich eher spontan plane und auch gerne Couchsurfing machen würde, ist mir nicht ganz klar, wie ich an eine Hotelreservierung für die 2 Wochen kommen soll. Hast du einen Tipp, wie man diese Problem lösen kann? Liebe Grüße, Annette

    • Stefanie says:

      Hallo Annette, so leid es mir tut, aber bei der Beantwortung dieser Frage kann ich dir nicht helfen! Ich bezweifle, dass jemand Reservierungen kontrolliert, du sollst nur einen groben Reisplan haben…Viel Spass im Iran 🙂

  • Karin says:

    Liebe Steffi,
    ich habe im Vorfeld unserer Iran-Reise hier in deinem Blog sehr viel profitiert und bin voller Vorfreude und völlig entspannt losgeflogen. Schon dafür erst einmal ein ganz großes Dankeschön!
    Die Kleiderordnung habe ich peinlichst genau, auf meine Weise eingehalten: locker sitzende, knallbunte, langärmelige Leinen-Tuniken, die bis zur Wade reichten, darunter eine enge Jeans und über dem Haar ein buntes, zur Tunika passendes Tuch, locker um den Kopf geschlungen! Ich war der Hingucker schlechthin, habe aber vor allem von Frauen viel positive Aufmerksamkeit erhalten und wurde, gemeinsam mit iranischen Frauen, unzählige Male fotografiert. 😉
    Und nun kommt das Wichtigste: Die Menschen sind so umwerfend freundlich, dass es schon allein dieser Freundlichkeit wegen lohnt, dieses spannende Land zu besuchen! Natürlich haben wir die Augen nicht davor verschlossen, was sich auf der politischen Vorder- und Hinterbühne im Iran tut, doch wir können nur durch unser Interesse für die Menschen die dies tagtäglich erleben müssen, weiterlernen. Und wir lernen, dass es Strömungen im Iran gibt, die sich Offenheit und Demokratie wünschen. Und die sich nichts mehr wünschen, als dass der Westen seinen Blick nicht ungeduldig abwendet von dem, was sich dort in kleinsten Schritten bewegt.
    Geht hin, seid offen für Kontakte und Gespräche mit den Iranern, die euch ansprechen. Und verhaltet euch als Frauen einfach klar und eindeutig, dann werdet ihr mit großem Respekt behandelt. Mir ist von Männern aller Altersstufen große Höflichkeit entgegengekommen. Ob mir in der Metro der Sitzplatz, oder der sicherste Stehplatz angeboten wurde, oder ob den Vortritt beim durchgehen einer Türe, oder bei einem Verkaufsstand. Und es gilt wie überall in unserer Welt, ich gehe als Tourist nicht in Gegenden, von denen mir die Einheimischen abraten!

    Nochmals ganz herzlichen Dank für diesen Blog! 🙂

  • Helena says:

    Hey Steffi, tolle Berichte, aber wie bist du an ein Visum gekommen?
    Man braucht doch immer noch eine Einladung, und ich habe z.b. keinerlei Kontakte im Iran….

  • Katha says:

    Hallo,

    Danke für deinen tollen Berichte.
    Ich reise demnächst auch alleine in den Iran. Hast du noch ein paar Tipps was man alleine als Frau so beachten muss?

    Danke schon mal!

  • Christiane says:

    Hallo Stefanie,

    erstmal ein großes Kompliment! Deinen Blog finde ich bei meinen Reisevorbereitungen sehr hilfreich.
    Ich fliege in drei Wochen alleine los und freue mich schon sehr.
    Mich würde interessieren, woran ich im Vorfeld merken kann, welchen Männern ich vertrauen kann. Ich habe über Couchsurfing viele tolle Angebote für Ausflüge bekommen. Alleine als Frau bei einem Mann ins Auto zu steigen kommt mir aber etwas gefährlich vor.
    Wie hast Du das gemacht? Viele der Anbieter haben super Referenzen aber ich bin trotzdem unsicher…

    Liebe Grüße – Christiane

    • Stefanie says:

      Hallo Christiane,

      Kleiner Denkanstoß zu diesem Thema: Jedem Mann automatisch zu unterstellen, er müsse nur aufgrund seines Geschlechts ein Vergewaltiger oder sonst etwas sein, ist auch eine Form von Sexismus 😉

      Trau dich, mache einen Ausflug mit jemandem, der viele Referenzen hat. Vielleicht kannst du fragen, ob noch andere Touristen mitkommen können, wenn du dich alleine nicht traust. Ich hoffe du wirst einen schönen Tag haben und die Erkenntnis mitnehmen, dass die meisten Menschen auf dieser Welt einfach nur nett sind 😉

      LG Steffi

    • Katha says:

      Hey Christiane,

      bei mir geht es auch schon am Montag los und auch alleine.
      Hast du schon Pläne? Vielleicht könnten wir uns ja zusammen tun.
      Ich wollte unbedingt in den Iran aber keiner wollte mir, warum Ich beschlossen habe alleine zu fliegen.

      Allerdings würde ich mich über eine Reisepartnerin trotzdem sehr freuen.

      Hoffe von dir zu hören

  • Simona says:

    Liebe Stefanie! Weisst du ob es erlaubt ist Sandalen bzw. offene Schuhe zu tragen? Besten Dank für deine Antwort!

  • Jasmina says:

    Hey Steffi, ich bin auch viel alleine unterwegs und fliege in zwei Wochen in den Iran. Ich kenne dort zwar einen Iraner mit dem ich dann alles erkunden kann, aber ich bin trotzdem aufgeregt und dein Blog hat mir total geholfen, denn Männer und Klamotten passt nicht so und die Tipps von ihm waren überhaupt nicht hilfreich 🙂 keep on going girl!

  • Simona says:

    Liebe Stefanie, dein Blog ist echt toll, deine nützlichen Tips haben uns bei der Planung der Reise sehr geholfen. Mein Freund und ich reisen im September in den Iran und möchten gerne von Teheran nach Tabriz mit dem Zug reisen. Weisst du wo man Verbindungen nachschauen kann? Ist es möglich zusammen als Frau und Mann im Nachtzug gemeinsam in einer Kabine zu schlafen? Besten Dank für deine Hilfe, Simona

    • Stefanie says:

      Hi Simona,
      Vielen Dank!
      Schau doch mal hier: http://www.iranrail.net/ (ist aber keine offizielle Seite).
      Zur anderen Frage weiß ich nichts, aber ich denke, wenn ihr euch als Ehepaar ausgebt, sollte es kein Problem sein. Ein befreundetes Pärchen hat mir erzählt, dass sie sehr froh waren, sich Fake-Eheringe angeschafft zu haben, weil es Nachfragen und Konfusion vermeidet. Da fällt mir ein, die beiden sind mit dem Zug in den Iran gereist, sie müssten euch bei der Frage behilflich sein können: http://roundandback.de
      LG Steffi

  • Cornelia says:

    Ich plane im Oktober meine erste Reise in den Iran. Für den Transport überlege ich mir einerseits den Zug und andererseits den Bus. Müssen die Tickets viel im Voraus gekauft werden – oder kann man relativ spontan noch eine Fahrkarte kaufen? Es wäre für mich hilfreich zu wissen, ob alles vor Ort und unkompliziert gekauft werden kann. Sonst geht rasch der spontane Karakter einer Reise verloren. Liebe Grüsse Cornelia

    • Stefanie says:

      Hallo Cornelia,
      normalerweise kann Du alle Tickets spontan direkt vor der Abfahrt kaufen. Nur bei Zügen würde ich mindestens 1 Tag im Voraus reservieren, und natürlich solltest Du auch bei Feiertagen etwas vorausplanen.
      LG und viel Spass!

  • Thorsten says:

    Hallo Stefanie,

    dieser Artikel hier von 2013 erweckt den Eindruck, dass gar keine Kopftuchpflicht mehr besteht:
    http://www.zeit.de/politik/ausland/2013-11/kleidungsvorschriften-iran-gelockert
    Das war wohl nur eine euphorische Meldung , die aber gar nicht stimmt oder?

    • Steffi says:

      Hi Thorsten!
      Ich war vor 3 Wochen in Iran und es gibt dort wohl noch eine Kopftuchpflicht.
      Was der Artikel, den du verlinkt hast, wohl verwechselt, oder missverständlich beschreibt, ist dass seit dem neuen Präsidenten die Sittenpolizei an Bedeutung verloren hat. Zu unseren positiven Überraschung wurden weder wir noch Einheimische auf unser Verhalten oder unsere Kleidung angesprochen. Ich glaube iranische Frauen trauen sich seitdem wieder mehr das Kopftuch lockerer zu tragen. Ein Kopftuch (auch wenn es bei vielen höchstens die Hälfte der Haare verdeckt) tragen aber alle Frauen!
      Von einer Sittenpolizei war hingegen nichts zu spüren. Wir haben sogar hin und wieder Händchen haltende Paare gesehen 🙂
      Liebe Grüße
      Steffi

    • Stefanie says:

      Hallo Thorsten!

      Ja die Meldung ist leider falsch. Ich war im November 2014 im Iran und es war definitiv nicht erlaubt, offene Haare zu tragen. Was aber stimmt, ist dass die Sittenpolizei seit der Wahl Rouhanis weniger rigoros vorging und zum Beispiel bezüglich Haaransatz, Farben, Make-Up und Fingernägel toleranter war (und auch bei anderen Verstössen gegen die Sittengesetze, die nicht nur Frauen betreffen).

      Allerdings soll sich das Blatt laut “My Stealthy Freedom” gerade wieder wenden… dort wurden in den letzten Monaten viele Videos von Frauen gezeigt, die mit Gewalt in polizeiliche Gehorsam genommen wurden 🙁

  • Eva says:

    Liebe Steffi,
    vor meiner Iranreise habe ich gerne deine Artikel gelesen, um mich darauf einzustimmen, was mich als Frau dort erwartet. Mittlerweile bin ich von meiner 4-wöchigen Reise zurück und habe ebenfalls einen Eintrag dazu auf meinem Blog verfasst. Darin geht es um die vielen Verbote im Iran und wie die Einheimischen und Touristen es schaffen, sie zu umgehen. Schau doch mal rein: http://30tageleben.de/2016/02/27/streng-verboten/#.VuKWG_RSmno.facebook
    Liebe Grüße, Eva

  • Franka says:

    Sehr schön und ausführlich hast du die Problematik beschrieben und auch, dass es sich trotz der Einschränkungen lohnt in den Iran zu Reisen auch als Frau. Falls wir mal wieder eine Kundin haben, die zweifelt, ob sie die Frauenreise in den Iran jetzt machen soll oder nicht, dann werden wir in Zukunft auf deinen Artikel verweisen.

    Toller Artikel und insgesamt ein schöner Blog. Weiter so!

  • Petra says:

    Hallo Steffi

    habe deinen Blog über mein Reisebüro erhalten, fliege am 11.4. für 3 Wochen in den Iran zu einer Rundreise. Dein Bericht über die Kleiderordnung hat mir sehr geholfen, vielen Dank dafür!!
    Dir weiterhin viel Spaß beim Erkunden ferner Länder

  • Steffi says:

    Hi Steffi,

    ich fliege demnächst auch in den iran und habe noch mal eine Frage zur Kleiderordnung. Du schreibst ein langes Kleid oder Rock gehen nicht. Wo sit der Unterschied zu einer Tunika. Kann ich nicht ein langärmeliges knapp knielanges Kleid über eine Hose ziehen? Auf den Fotos mit modernen modischen Iraner Frauen sieht man auch oft dass die Frauen einen offenen langen Mantel/Strickjacke tragen. Geht sowas auch in Ordnung, oder würdest du schon was nehmen, was man schließen kann so wie deinen Mantel?
    Lieben Dank für deine tollen Reiseberichte und deine Tipps!
    Steffi

    • Stefanie says:

      Hi Steffi!
      Der Unterschied ist, dass man unter dem Kleid oder Rock keine Hose tragen würde. Darum geht’s 😉 unter der Tunika schon. Beim Kleid auf den Ausschnitt achten. Ich würde eine Jacke bzw. Mantel mitnehmen, den man schließen kann. Die Bilder von modernen Iranerinnen sind ja meist aus Tehran, in konservativeren Städten wie Yazd sieht das noch ein bisschen anders aus.
      Liebe Grüsse!
      Steffi

  • Melanie says:

    Liebe Stefanie,

    toller Artikel! Habe auch schon öfters Couchsurfing ausprobiert und denke gerade in so einem Land bekommt man sicher noch viel mehr Einblicke, lernt von den Einheimischen usw. Finde es klasse, was du gemacht hast. Eines Tages vielleicht steht das Land auch auf meiner Liste. Finde es auch toll, dass du dich einsetzt für die Rechte der Frauen. Liebe Grüße aus Chiang Mai

  • Julia says:

    Hallo Stefanie, Du hast eine ganz wunderbare Art zu schreiben. Deine Artikel zu lesen macht Spass. Und der Iran steht bereits ganz oben auf unserer Reisewunschliste – allerdings müssen wir erst einmal meine Eltern dazu überreden, unser Töchterchen derweil zu hüten ;-). Liebe Grüße in die münchner Nachbarschaft, Julia

    • Stefanie says:

      Hey Julia, danke, das ist lieb von dir! 🙂 ich bin mir sicher dass die Iraner total verzückt von eurem Töchterchen sein würden… LG aus Nicaragua!

  • Britta says:

    Hallo Stefanie, klasse Bericht. Ich überlege gerade, ob ich 2016 in den Iran reisen möchte. Du machst mir Mut! Werde jetzt mal den couchsurfing Artikel lesen.
    Liebe Grüße Britta

    • Stefanie says:

      Danke, Britta! Mach das, du wirst es nicht bereuen 🙂 LG Steffi

    • Alex says:

      Hallo,

      “Hörensagen ist halb gelogen”!

      Man kann einfach und sicher durch den Iran reisen und viele wunderschöne antike Kulturerben besuchen, die es in Hamedan, Schiraz, Esfahan,Yazd,… gibt. Kyros der Große (genannt “König der Könige der Welt”) hat als Erster Menschenrechte auf der Welt geschrieben und daran festgehalten. Er hat vor mehr als 2000 Jahren 28 heutige Staaten wie Russland, China, India, …. nach Bruderschaft und Gerechtigkeit regiert und als erstes Land Asyl gewährt und Juden im Iran beherbergt. Er hat die Sklaverei abgeschafft und angekündigt, dass alle gleich sind. Als Iraner von Tellern und aus Gläsern aus Gold und Silver gegessen und getrunken hatten, haben Europäer einander brutal massakiert.

      Ich versichere Ihnen , der Iran ist die Wiege der Zivilisation und Kultur, weil ich viele gute Freunde aus dem Iran habe, die mich mit dem richtigen Iran vertraut gemacht haben.

  • Franzi says:

    Ich finde den Artikel auch total interessant. Musste neulich beruflich nach Riad fliegen und fand das mit der Abaya schon sehr befremdlich. Nach zwei Tagen hatte ich mich aber daran gewöhnt. Im Iran scheint das ja alles noch viel entspannter zu sein. Hätte wirklich Lust, das Land mal zu bereisen. LG Franzi

  • Myriam says:

    Ich finde deine Iran Artikel total interessant und bewundere deinen Mut für diese Reisen. 🙂 An Couchsurfing traue ich mich noch nicht heran, der Iran reizt mich aber sehr. Die Kleiderordung würde ich als bittere Pille schucken. Bislang war ich was muslimische Länder angeht nur in der Türkei und in Marokko unterwegs und dort sind die Kleidervorschriften verhältnismäßig lasch, eigentlich nicht vorhanden. Dafür gibt es andere Prioritäten: In Marokko wird bspw. sehr viel wert auf die Einhaltung des Ramadan gelegt.

    Ich freue mich schon auf deinen nächsten Bericht.

    Liebe Grüße

    Myriam

    • Stefanie says:

      Danke für deinen netten Kommentar! 🙂 der riesengroße Unterschied ist natürlich dass es in der Türkei oder Marokko gar keine gesetzlich verankerte Kleiderordnung gibt 😉 trotzdem sollte man sich dort in ländlicheren Gegenden konservativer kleiden (z.B. in Ostanatolien). Lg Steffi

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