Alleine Reisen als Frau in Indien: Ein Plädoyer für ein stigmatisiertes Land

Eigentlich bin ich mittlerweile ziemlich abgehärtet, was das Alleinreisen betrifft. Ecuador, Iran, Türkei, Marokko, Albanien oder Usbekistan: vor keinem dieser Länder hatte ich allzu großen Bammel.

Doch mit Indien war es anders. Nach allem, was ich im Vorfeld im Internet gelesen hatte, hatte ich zum ersten Mal in meinem Leben richtig Angst vor einer Soloreise.

Angst, dass ich in Indien keinen Schritt in der Öffentlichkeit gehen könnte, ohne von Männern begafft, blöd angemacht, verfolgt oder begrapscht zu werden.

Angst, dass ich mich deswegen täglich einschränken müsste. Dass ich in kein Restaurant für Einheimische gehen könnte, keine Züge und Busse benutzen könnte und bei Dunkelheit keinen Fuß mehr vor die Tür setzen dürfte.

Angst vor einer Vergewaltigung, wie sie anderen Touristinnen in den letzten Jahren in Zügen, am hellichten Tag in Basaren, beim Zelten und in Hotelzimmern widerfahren ist.

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Backwaters von Alleppey

Rein rational war mir zwar klar, dass dies tragische Einzelfälle waren, doch unsere Medien haben es mittlerweile geschafft, ganz Indien als ein Land der “Vergewaltigungskultur” zu brandmarken. Ute von Bravebird hat eine verblüffende Statistik errechnet, laut der es in Deutschland wahrscheinlicher sei, Opfer einer Vergewaltigung zu werden, als in Indien. Die konkreten Zahlen sollte man zwar wegen der hohen Dunkelziffer mit Vorsicht genießen, aber dennoch führt der Artikel glasklar die fehlende Verhältnismäßigkeit vor Augen, die bei diesem Thema vorherrscht.

Indien war eigentlich nie eins meiner Traumziele, doch die Hochzeit einer meiner besten Freundinnen in Ahmedabad war die perfekte Gelegenheit, mir einmal selbst anzusehen, was die Backpacker und Hippies schon seit Jahrzehnten auf den Subkontinent zieht. Fünf Wochen lang habe ich im November 2015 Indien alleine mit dem Rucksack bereist, von Nord nach Süd.

Alleine Reisen als Frau in Indien – so war es wirklich!

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Abgesehen von gelegentlichen Gaffern hat sich keine meiner Ängste bewahrheitet. Die meisten Männer auf der Straße haben mich ignoriert oder höchstens neugierig beäugt, was ich ihnen aber nicht mal übel nehmen kann, denn als blonde Frau sticht man nun mal heraus wie ein bunter Hund. Begrapscht wurde ich kein einziges Mal.

Ich habe das Land fast ausschließlich per Zug in der günstigen Sleeper-Klasse bereist und hatte auch hier keinerlei Schwierigkeiten. Im Gegenteil, oft haben sich die Männer und Frauen im Zug besonders um mich gekümmert. Ich konnte auch ohne Probleme in einfachen Esslokalen speisen, auch wenn ich oft die einzige Frau war.

Die Menschen waren fast ausnahmslos unheimlich freundlich und haben mir jederzeit Hilfe angeboten, wenn ich nur ein bisschen verloren aussah.

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Meine unangenehmen Erlebnisse mit Männern waren glücklicherweise sehr wenige. Auf einer Bustour von Mysore nach Ooty schreckte ein Mann nach einem unverfänglichen Gespräch nicht einmal im Beisein seiner Frau und seiner kleinen Kindern davor zurück, mich zu fragen, ob ich ihn später allein treffen könnte und ob mein Vater etwas dagegen hätte, wenn er mich mal in Deutschland besuchen käme. Widerlich, aber ich habe ihn zurecht gewiesen und für den Rest der Tour einfach ignoriert.

Ebenfalls im Gedächtnis geblieben ist mir ein Halbstarker in Jaipur, der mir von seinem Fahrrad aus “Do you want to fuck?” zurief und eine Sekunde später von einer Auto-Rikscha angefahren wurde – instant karma, sozusagen 😉

Ein paar Mal wurde ich mehr oder weniger heimlich fotografiert – übrigens auch von Frauen! Da ich selbst gerne Menschen fotografiere, habe ich meistens nichts gesagt (außer bei schmierigen jungen Typen) und einfach im Gegenzug auch ein Foto von den Indern gemacht.

Dazu kamen noch ein paar anzügliche “Hello, Lady!” Rufe auf dem Nachhauseweg vom Abendessen, komischerweise nur in Kerala – das war’s. Im Vergleich zu Macho-Ländern wie Kuba, Nicaragua, Brasilien, Italien, Montenegro oder Albanien fand ich Indien hinsichtlich Belästigungen wirklich harmlos.

Die wahren Unannehmlichkeiten auf einer Indienreise:

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1. Dreck, Lärm und mangelnde Hygiene

An dieser Stelle gibt es nichts zu Beschönigen: stinkende Müllberge, Kloaken auf offener Straße, herumkackende Kühe und das Rotzen, Röcheln und Spucken mancher Inder wird jeden sauberkeitsverwöhnten Europäer auf eine harte Probe stellen. Einfache Unterkünfte sind oft abgeranzt und wenn du viel Pech hast, bekommt Du Tausendfüßler und Kakerlaken als Zimmerkumpanen.

Bezüglich Essen kann ich glücklichweise sagen, dass ich nur zweimal kleinere Magen-Darm-Probleme hatte, obwohl ich nach einer Woche anfing, gelegentlich Street Food zu essen (nur an gut besuchten Ständen), kleine Lokale zu besuchen und mir mit Leitungswassser die Zähne zu putzen. Kulinarische Experimente müssen also nicht zwangsweise in einer Katastrophe enden, aber leider kenne ich auch genug Traveller, die ins Krankenhaus mussten.

2. Rikscha-Fahrer, Schlepper und andere Abzocken

Auto-Rikscha-Fahrer sind manchmal sehr dreist und verlangen einfach den 5-fachen Preis. Ein guter Richtwert für Touristen sind 20 Rupees pro Kilometer. Bei fast jeder Fahrt wegen dem Preis herumdiskutieren zu müssen ist trotzdem nervig.

An sehr touristischen Orten wird es passieren, dass Dir scheinbar hilfsbereite Menschen Auskünfte geben oder den Weg zeigen und sich dann als Schlepper entpuppen. Meistens wird behauptet, dass ein Verwandter oder Freund einen Laden besitzt und Du Dir den doch mal anschauen könntest – der Schlepper wird eine Provision bekommen, sogar wenn Du nichts kaufst. Als die schlimmsten Abzock-Städte gelten Varanasi, Jaipur, Agra und Delhi.

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3. Die Armut

Mit Armut wirst Du in Indien unweigerlich konfrontiert werden. Für Bettler kannst Du ein paar Kekse, Obst oder Wasser bereithalten. Bitte bedenke gerade bei Kinderbettlern, dass Du mit Geldspenden mehr Schaden als Nutzen anrichten kannst.

4. Das grosse Interesse der Inder

So herzerwärmend das Interesse der Inder an Touristen ist, so anstrengend kann es auch manchmal werden. Besonders bei Touristenattraktionen, die von Indern aus dem ganzen Land besucht werden, wirst Du extrem oft um Fotos gebeten werden und tausend mal die gleichen Fragen beantworten müssen. Trotzdem ist mir das ehrlichgesagt immer noch lieber, als von den Einheimischen völlig gleichgültig behandelt zu werden.

5. Geduldsproben und schlechte Planbarkeit

Auf eigene Faust durch Indien zu reisen wird definitiv nervenaufreibend. Züge sind ausgebucht und manchmal mehrere Stunden zu spät, Busse fahren wegen Strassensperren nicht.

In Indien gibt es kein “ich erledige das mal schnell”, weil Du entweder
– genau dann kein Tuktuk findest, wenn Du es am dringendsten brauchst, oder
– im Stau feststeckst, oder
– Dir eine Kuh oder eine Hindu-Prozession die Straße versperren, oder
– der Laden oder das Büro, zu dem Du gehen wolltest, ausgerechnet jetzt zu ist, oder
– Dir jemand aus Verlegenheit eine falsche Auskunft gegeben hat und Du am völlig falschen Ort gelandet bist, oder
– schon 50 Leute in der Schlange stehen und Du keine Chance hast, außer Dich (so wie alle) vorzudrängeln, oder
– Du in Flip Flops auf einem Kuhfladen ausrutscht
(ist mir alles selbst passiert, leider 😉 ).

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Das sind natürlich alles Dinge, die jeden Indien-Reisenden betreffen, egal ob Mann oder Frau, allein oder in der Gruppe. Doch mit diesem ganzen Schmarrn alleine klarkommen zu müssen und sich bei niemandem auskotzen zu können, zermürbt einen manchmal schon. Ich wette jede Alleinreisende wird einen Moment erleben, in dem sie mit Tränen in den Augen ein entnervtes “I hate India!” von sich geben wird, um nur wenige Augenblicke später wieder mit dem Land versöhnt zu sein. Aber das gehört zur Indien-Erfahrung einfach dazu und wird eine Herausforderung sein, an der Du wachsen wirst.

Süden hui, Norden pfui?

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Der generelle Konsens unter Travellern lautet, dass Südindien sehr viel einfacher und relaxter zu bereisen sei als der Norden. Wegen des vergleichsweise hohen Bildungsniveaus und der geschichtlich manifestierten höheren Wertschätzung von Frauen wird besonders der Bundesstaat Kerala zum Einstieg für Indien empfohlen.

Aber das heißt noch lange nicht, dass Südindien ein Wunderland ist. Ja, in Kerala und Goa sieht man weniger Dreck als in Restindien, die Staaten sind touristisch gut entwickelt und am Meer ist das Leben sowieso lässiger. Allerdings hat Kerala ein großes Alkoholismus-Problem und die Rikscha-Fahrer in Fort Kochi waren die nervigsten Schlepper, die ich in Indien erlebt habe. Kerala war die einzige Region in Indien, in der ich mehrmals von Männern blöd auf der Straße angemacht wurde.

Was ich damit sagen möchte: erwarte auch von Südindien nicht zu viel und lass Dir Reisepläne nach Nordindien nicht sofort ausreden.

Indien mit Privatfahrer bereisen?

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Falls Dir eine Indien-Reise auf eigene Faust doch nicht ganz behagt, aber Du auch keine Gruppenreise machen möchtest, könntest Du auch einen Privatfahrer engagieren. Das würde Dir das Heckmeck mit sämtlichen Rikschas, Bussen und Zügen ersparen, und Du hättest jederzeit einen einheimischen Mann an deiner Seite. Für mich persönlich wäre das zwar nichts, da ich mich viel zu eingeengt fühlen würde, aber Birgit von 331days hat bereits zwei Reisen durch Nordindien und Südindien mit Privatfahrer unternommen und war begeistert. Auch bei Pixelschmitt findest du 5 Gründe, warum Du Indien mit einem Fahrer erleben solltest.

4 Tools für Deine Sicherheit

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Cola Beach bei Palolem, Goa

  • OLA Cabs: Die indische Konkurrenz zur UBER Taxi App operiert mittlerweile in allen wichtigen indischen Städten. Für Alleinreisende hat die App viele Vorteile: Name und Kennzeichen des Fahrers sind registriert, der Preis ist vorgegeben und die Route des Fahrers wird live überwacht – bei irgendwelchen Abweichungen kommt sofort ein Kontrollanruf von der Uber-Zentrale.
  • Maps.me App: Im Gegensatz zu GoogleMaps kannst du mit Maps.me Karten und Navigation für komplette Länder herunterladen und offline benutzen. So kannst Du Dich jederzeit, auch ohne Internetverbindung, über GPS orten und orientieren. Die App ist auch nützlich, um Distanzen zu bestimmen und die Kosten für Rikschas besser abschätzen zu können.

Und nachfolgend zwei Dinge, die ich persönlich nicht für notwendig halte, aber die Dir ein Gefühl von Sicherheit geben können:

  • Notfallpfeife: Es klingt vielleicht auf den ersten Blick lahm, aber Angreifer lassen sich am ehesten mit Lärm abschrecken. Wenn Dir die Stimme zum Schreien versagt, könnte eine automatische Trillerpfeife helfen. Benutze bitte niemals Waffen, die gegen Dich verwendet werden können, wie Pfefferspray oder ein Messer.
  • Alarm-Türstopper: Wenn Du Dich nachts im Hotel sicherer fühlen möchtest, könnte ein Alarm-Türstopper helfen.

6 Tipps für alleinreisende Frauen in Indien:

1. Kleide dich angemessen. Indien ist ein sehr konservatives Land und Frauen zeigen im Normalfall weder Schulter noch Bein. Niemand verlangt, dass Du indische Kleidung trägst, aber ich bezweifle stark, dass Du Dich mit Tops, Ausschnitt und kurzen Shorts wohl fühlen wirst (eventuelle Ausnahme: Goa). Mit einer kurta (indische Tunika) und einer Leggins bist du immer passend gekleidet. Am Main Bazaar von Delhi kannst Du Dich mit günstigen kurtas für je 2 Euro eindecken.

2. Übernachte nicht in den billigen Absteigen beim Basar. Nicht, dass alle billigen Unterkünfte generell schlecht wären, aber den Fehler, in einer Marktgegend zu übernachten, habe ich einmal in Paharganj (Main Bazaar von Delhi) gemacht. Diese dreckige Gegend ist für deine erste Nacht in Indien absolut ungeeignet. Suche Dir besser etwas im wohlhabenderen Süden der Stadt oder geh ins Zostel. Achte in jedem Hotel darauf, dass das Zimmer von Innen gut absperrbar ist.

3. Lauf spätnachts nicht alleine herum. Da die Sonne recht früh untergeht, ist es fast unvermeidbar, dass Du im Dunkeln alleine herumlaufen wirst, aber es sollte wenn möglich nicht später als 20-21 Uhr sein.

4. Nutze die Frauenabteile. In der Metro von Delhi und den 2.-Klasse-Zügen (unreserved seats) gibt es extra Ladies-Abteile. Bleib auch in Bussen vorne bei den anderen Frauen.

5. Bleib zurückhaltend im Umgang mit indischen Männern. Sei höflich, aber nicht zu nett, denn das könnte als Flirten aufgefasst werden. Vermeide direkten Augenkontakt und sei nicht scheu, wenn Dir etwas nicht passt: sag es klar und deutlich, wenn Dir eine unangenehme Frage gestellt wird oder Du nicht fotografiert werden möchtest.

6. Bleib auf dem Touristenpfad. Alleine als Frau solltest du besser an keine abgelegenen Orte fahren. Glaub mir, der Hippie-Trampelpfad ist aufregend und anstrengend genug!

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Trotz der vielen nervenaufreibenden Momente bin ich sehr froh, dass ich Indien bereist habe, denn in noch keinem anderen Land habe ich so viel Herzlichkeit und Freundlichkeit erfahren. Es macht mich traurig, so oft zu lesen, dass Indien bei vielen “ganz unten auf der Liste steht”, weil man ja in kein Land reisen wolle, in dem “Frauen weniger als eine Kuh wert” seien. Solche dümmlichen Aussagen hätten auch mich fast von meiner Reise abgehalten.

Es geht nicht darum, zu beschönigen oder zu verschweigen, dass Gewalt und systematische Diskriminierung gegen Frauen in Indien existiert, aber wegen wenigen Einzelfällen ein ganzes Land zu stigmatisieren, ist nicht fair. Deswegen soll dieser Artikel ein Plädoyer für Indien sein. Denn nein, nicht alle Inder sind frauenfeindliche Monster. Indien ist so viel mehr als die negativen Schlagzeilen in den Medien. Gib dem Land eine faire Chance, und es kann Dir viel zurückgeben!

Worüber Du niemals etwas in den Nachrichten über Indien lesen wirst:

Über die Familie in meinem Zugabteil, die mit mir ihr Essen teilen möchte und auch darauf besteht, als ich mehrmals ablehne.allein-als-frau-indien-train-family

Über die Mädchen, die sehen, dass ich auf der Gepäckablage im 2.-Klasse-Abteil kaum sitzen kann und mir einen Sitzplatz arrangieren, trotz meiner Widerrede.allein-als-frau-indien-train-girls

Über den Rikscha-Fahrer, der mich darauf aufmerksam macht, dass ich 100 Rupees in seinem Fahrzeug liegen gelassen habe – von dem Geld könnte er sich 5 einfache Mahlzeiten kaufen.allein-als-frau-indien-rikshaw-sikh

Über die vielen Inder, die sich aufrichtig über Touristen und das Interesse an ihrem Land, ihren Religionen und ihren Traditionen freuen.allein-als-frau-indien-ayyappa-devotees

Über die unzähligen Lächeln, die Dir an jedem einzelnen Tag Deiner Indienreise geschenkt werden.
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Linktipps aus der Blogosphäre:

Wie war Deine persönliche Erfahrung als alleinreisende Frau in Indien? Ich freue mich über Deinen Kommentar!


allein_reisenIn der Serie “Allein Reisen als Frau” teile ich mit Dir meine persönlichen Erfahrungen als Solo-Backpackerin in verschiedenen Ländern. Welche Tipps kann ich Dir geben und was solltest Du als Frau in diesem Land beachten?
Teil 1: Allein Reisen als Frau in Marokko
Teil 2: Allein Reisen als Frau im Balkan
Teil 3: Allein Reisen als Frau in Istanbul
Teil 4: Allein Reisen als Frau im Iran [coming soon]
Teil 5: Allein Reisen als Frau in Indien

41 Comments

  • Nicole says:

    Hallo! Hab für 7 Wochen Indien als Frau alleine gebucht,. Sollte am 4.12 um 6 Uhr in Kochin ankommen. Flugzeiten haben sich geändert und kommen mitten in der Nacht um 3 Uhr an. Seitdem fahre ich Panik. Hab eh mit Ängsten zu tun. War zwar schon 2x in Indien, aber mit Mann. Hab die erste Nacht eine Hotel gebucht, aber die melden sich auch nicht zwecks Abholen bei meinem Reisebüro. Wer hat Erfahrung? LG Nicole

    • Stefanie says:

      Hallo Nicole, bis du durch die Immigration durch bist, dein Gepäck abholst und die ersten Besorgungen gemacht hast (Geld abheben usw), ist es locker 5 Uhr. Wenn du schon mal in Indien warst weisst du ja, dass die Sonne früh aufgeht und das ‘Leben’ auf der Straße um die Uhrzeit schon beginnt 😉 und falls du wirklich so ein Angsthase bist dann bleib halt einfach im Flughafen bis es dir hell genug draußen ist. VG Steffi

    • Nicole says:

      Hallo Stefanie! Vielen Dank für deine Hinweis. Wenn alle Stricke reißen, werde ich das beherzigen.
      Übrigens hast Du alle Züge vorgebucht? Bei den Nachtzügen weiss ich, dass dies ratsam ist. Aber wie sieht es mit Zügen, die mehrmals am Tag fahren für 4-6 Stunden? Ich weiss ja noch nicht, wo ich genau bin. Und kann ich in Indien auch Züge vorbuchen? Und ,wenn ja , wie am besten? LG Nicole

  • Christiane says:

    Ich war 1997 5 Wochen allein in Indien und denke gern an die Gastfreundschaft und die vielen Eindrücke zurück.

  • Isabell says:

    Hallo Stefanie,
    auch von mir herzlichen Dank für deinen ausgezeichneten anti-dämonisierenden Bericht. Und auch
    die Kommentare der anderen sprechen das aus, was ich erlebt habe: es ist anders, es ist eben nicht der Ballermann, aber es ist ein unglaublich viel wertvolleres und glücklich machendes Erlebnis, dieses Land zu bereisen-nach dem ersten Schock der Armut sieht man soviel Hoffnung und Optimismus und eben auch eine wachsende Mittelschicht und Entwicklung. Ich habe nach meiner ersten Gruppenreise einen Fahrer gebucht für meine zweite Reise durch Rajasthan, den ich gerne weiterempfehle–dieses wunderschöne Land verdient es, dass noch mehr Besucher es erleben. Den Fahrer empfehle ich oft weiter, man ist nicht nur sicher, wird vor Neppern, Schleppern und Bauernfängern geschützt. Man erlebt auch sehr Lustiges wie “Autoshoppen in Jodhpur”, Kaffeekränzchen im Polo Hotel und für die Erholung vom Trubel einsame Seen, an die sich kein Touri verirrt. Gute Hotels sind günstigerweise inkludiert und man kann die individuelle Tour zum fairen Preis bekommen. Spontane Aktionen wie Fotosafaris gehen immer. Auf englisch kann man den Fahrer unter imran.nayak@gmail.com kontaktieren oder mich anrufen 0178 5433912, Preisbeispiel gibt es auf http://www.rajasthan.vacations Werde deinen Blog mit Spannung weiterverfolgen, er sticht so angenehm ab von anderen–see you!

  • Anna Gerfinger says:

    Hallo,

    Sehr schöner Reisebericht . Man sollte sich von den Medien nicht verrückt machen lassen. Vor allem dann nicht , wenn grundsätzliche Sicherheitstipps berücksichtigt . Man muss Ja nicht unbedingt in der Nacht alleine durch exponierte Gegenden gehen. Ich habe einige gute Artikel zu dem Thema gelesen und mich heuer getraut. War 2 Wochen alleine mit einem privaten Fahrer in Rajasthan unterwegs. Hier hat man mehrere Vorteile (vor allem wenn man alleine reist)

    – Man hat einen Ansprechpartner (der mir sogar Durchfalltabletten besorgte)
    – Man lernt sehr viel über Indien kennen , da einem der Fahrer während den Fahrten viel zu erzählen hat
    – Man bekommt wichtige Tipps im Umgang mit den Einheimischen
    – Man kann in den Restaurants Essen in denen auch die Einheimischen essen

    Mir wurde der Fahrer von einem Freund empfohlen (Seine Seite lautet http://www.fahrer-indien.com) . Auf alle Fälle ist Indien eine Erfahrung die einem verändert und etwas mit einem macht. Es ist aus westlicher Sicht wie ein anderer Planet

  • Tatiana says:

    Hallo Steffi!
    Vielen Dank für den Blog, hat mir total gut geholfen! Ich würde nämlich gerne nach Indien nächstes Jahr (alleine als Frau :-)). Ich wollte dich fragen, ob du irgendwo einen Beitrag darüber verfasst hast, wo du in den 5 Wochen warst? Gereist bist du ja mit dem Zug oder? Falls du keinen Beitrag darüber verfasst hast, könnest du mir sagen, wo du in etwa warst und was du denkst, was man sicherlich gesehen haben sollte? 🙂 Vielen lieben Dank!

  • danke für deine Berichte über Indien und Iran, zwei Länder die mich sehr interessieren

  • Anna says:

    Ein schöner Bericht, der eindrücklich zeigt, dass Reisen eben nicht nur schwarz und weiß, sicher und unsicher bedeuten muss, sondern es unzählige Grau Schattierungen gibt. Außerdem hast du wunderbare Fotos geschossen! 🙂

    Herzlich,
    Anna

  • Paul says:

    He Stefanie, das ist ein sehr interessanter und schöner Artikel =).

    Auch die Bilderzusammenstellung zu “Worüber du niemals etwas in den Nachrichten über Indien lesen wirst” ist super.

    Ich kann verstehen, dass du vorher Angst gehabt hast bei deiner Indien-Reise und es ist super, dass du es trotzdem gemacht hast wie es sich ja herauslesen lässt.

    Auch ich möchte mal nach Indien reisen. Dein Artikel hat mich jetzt noch neugieriger gemacht.

    lg, Paul

  • doro says:

    Sehr schöner Artikel 🙂 ich bin 2007 allein durch Indien gereist und habe leider eine schlimme Erfahrung machen müssen, trotzdem bin ich wieder hingefahren, mehrmals und sehr lange, da ich auf dieser ersten Reise auch meinen heutigen Mann kennen gelernt habe 🙂
    Liebe grüße
    Doro

  • Verena says:

    Jetzt erst gelesen – toll geschrieben! Ich habe auch oft gehoert man liebt oder hasst Indien aber bei mir hat sich das schnell abgewechselt – bei fast jeder Straßenüberqierung Hass und Angst, beim Essen nach mit interessanten Gesprächen danach wieder Liebe 🙂

  • Bettina says:

    Schöne Beschreibung, danke. Indien stand eigentlich immer auf meiner Liste, ist aber wegen der negativen Schlagzeilen dann doch fast rausgefallen! Dein Artikel bringt mich dazu, doch wieder mehr darüber nachzudenken , besonders da mein Mann auch so gerne nach Indien möchte.

  • Eva says:

    Liebe Steffi,
    Ich habe Indien ganz ähnlich erlebt wie du. Mein blödestes Erlebnis war, als mein Rucksack nachts aus einem Tuk-Tuk gerutscht ist und leider nie mehr aufgetaucht ist. Aber dieses Pech hat – typisch Indien – direkt am nächsten Tag zu einem der aufregendsten Ereignissen meiner Reise geführt: Er hat mir einen Auftritt in den indischen breaking news und Zeitungen verschafft. Das kann man auf meinem blog 30tageleben.de nachlesen:
    http://30tageleben.de/2016/01/10/wie-ich-in-den-indischen-breaking-news-landete/

    Bin gespannt, wo du alles nächstes hinfährst!
    Liebe Grüße, Eva

  • Katrin says:

    Hey Steffi,

    wie immer ein toller Bericht von dir der mal wieder zeigt, dass man ein Land immer selbst bereisen sollte, um sich ein Bild zu machen.

    Auch wenn ich eine derjenigen bin, bei denen Indien ganz “weit hinten” steht (hat aber nichts mit den negativen Berichterstattungen in den Medien zu tun, Afrika und Amerika reizt mich aktuell dann doch mehr und ich bin immer noch nicht sicher wie ich Sri Lanka fand. Das ewige Handeln und offensichtliche verarscht zu werden ist mir gerade zu anstrengend 🙂

    Liebe Grüße
    Katrin

  • Paleica says:

    ein wirklich schöner artikel über dieses land!

  • Susanne says:

    Hallo Stefanie,
    ich hoffe, Dein Artikel ermutigt viele Frauen, Indien auf eigene Faust zu entdecken. Ich war vor zwei Jahren vier Wochen allein unterwegs und bin mit einem fetten Lächeln im Herzen zurückgekommen. Reich an unglaublich vielen positiven und wenigen negativen Erfahrungen und mit der Erinnerung an wunderbare Menschen. Es ist sicher kein Land für die erste Soloreise, aber wer schon ein bisschen unterwegs war, sich auf seine Intuition in der Regel verlassen kann und auf Reisen nicht nur das Schöne sucht, sondern auch den Alltag und vor allem die Begegnungen mit Menschen, der wird in Indien beschenkt – genau wie Du es beschrieben hast.
    Happy new year und happy travelling in 2016!
    Susanne

  • Uta says:

    Sehr guter Bericht! Kritiker und Indien-Hasser werden sicher sagen, du hattest einfach nur Glück. Das glaube ich nicht. Ich war nur in der Gruppe da, aber bin zb bei Sehenswürdigkeiten auch allein rumgelaufen oder habe davor gewartet – und bis auf das heimliche Fotografieren war es immer einfach ein freundliches Interesse an mir. Und dann wurden eben gegenseitig Fotos gemacht. Ich möchte die Reise nicht missen. Klar, es ist ein Kulturschock, und auch in meinem Bericht fehlen Müll, Dreck und Armut nicht. Aber manchmal muss man eben an seine Grenzen gehen – und ist es nicht auch der Grund, warum wir reisen!

  • Eva says:

    Wo muss ich unterschreiben, Stefanie? Du sprichst mir aus der Seele. Ich war dreimal in Indien- zwar nicht allein, aber zweimal nur mit einer Freundin – und ich kann deine Ansichten zu 100% teilen. Ich habe noch lange nicht genug und würde heute auch jederzeit heute mit Kind hinreisen. Bei meiner zweiten Indienreise war ich sogar schwanger und konnte dann lange nicht mehr wegen der Grüche hin, geschweige denn indisch essen….

  • Stefan says:

    Hallo Stefanie,

    herzlichen Dank für die Verlinkung.

    Indien ist als Reiseziel einzigartig in der Welt. Vielleicht auch, weil es so anstrengend ist. Aber gleichzeitig wunderschön.

    Bisher habe ich jedes Mal beim Rückflug gedacht, dass es jetzt erst mal reicht mit Indien. Doch schon nach kurzer Zeit war die Sehnsucht wieder da. Ich muss unbedingt bald mal wieder hin.

    Viele Grüße
    Stefan

  • Janina says:

    Toller Bericht! Hätte von mir sein können :-). Ich war vor zwei Jahren allein in Mumbai für ein Praktikum und eine anschließende Reise durch Indien. Ich liebe Indien seitdem und hatte tonnenweise tolle Erfahrungen. Ich denke auch, dass Frauen in Indien sicher allein reisen können, wenn man sich an einige wichtige “Regeln” hält, die du ja auch erwähnst. Ja, Indien ist anstrengend und sicherlich nicht jedermanns Sache, aber ich habe mich auch noch nie so frei von allem gefühlt – hier muss man ja einfach jede Konvention über Board werfen :-). Ich hoffe, dass ich eines Tages noch mehr von Indien sehe. Übrigens habe ich zu meiner Indien-Reise einen Blog gestartet, den ich seitdem fortführe. Meine Indien-Erfahrungen gibt´s hier zu lesen: http://ichreisealsobinich.de/indien/

  • Julia says:

    Danke dir fürs Verlinken, Stefanie. Schöner Artikel. Ich finde es super, dass du so reflektiert schreibst und zeigst, dass Indien mehr ist als “entweder oder”. So habe ich es auch erlebt, auch wenn ich mit meinem Freund unterwegs war und ganz schön am Land zu knabbern hatte.

    Liebe Grüße,
    Julia

  • Janine says:

    Wow. Ein echt schöner Bericht über Indien.
    Früher wollte ich unbedingt immer mal nach Indien. Dann wieder gar nicht mehr. Dann doch wieder. Und nun wieder nicht.
    Momentan reizen mich eher andere Länder und die Prioritäten stehen anders.
    Allerdings sind deine Fotos echt toll. Soviele lächelnde Gesichter.
    Ach schööööön!!!!!

  • Ilona says:

    Ich gestehe, Indien steht auf meiner Reiseliste sehr weit unten. Auch ich habe da natürlich die vielen negativen Bilder im Kopf. Aber vor allem habe ich eben den Lärm, die Hitze, den Dreck und die Armut vor Augen.
    Eine gute Freundin wohnt mit ihrem indischen Freund in Indien und sie schwärmt immer von diesem Land. Aber das, was sie mir da vorschwärmt, klingt überhaupt nicht nach dem, was meine Augen vor Fernweh glänzen lässt. (abgesehen davon, dass sie ihren ersten Indienaufenthalt abbrechen musste, weil sie eine so schwere Magen-Darm-Geschichte hatte, dass ihr Arbeitgeber sich geweigert hat, weiterhin die Verantwortung zu übernehmen, wenn sie bleibt O.o )
    Ich habe oft gehört: Entweder hasst man Indien oder man liebt es. Oder beides irgendwie.
    Ob es mich jemals nach Indien verschlagen wird? Wer weiß… aber sicher nicht allein, denn DAFÜR bin ich dann doch zu faul 😉

    • Stefanie says:

      Oh, krass. Als Expat ist deine Freundin aber vermutlich eh im “anderen”, modernen Indien unterwegs (Süd-Delhi oder Gurgaon?) und das ist nochmal eine ganz andere Geschichte als als Backpacker durch das Land zu reisen.
      Zu faul zum allein reisen? Ilona, das Argument lass ich nicht durchgehen 😉

    • Ilona says:

      Sie ist in Bangalore, keine Ahnung, ob das das “moderne Indien” ist, dafür habe ich mich doch zu wenig mit diesem Land befasst. Aber alleine der Weg zur Arbeit durchs Verkehrschaos… oh je….

      Ach, ich steh dazu… manchmal bin ich einfach zu faul, um mich alleine irgendwo durchzuschlagen. Und da ich alleine reisen auch nicht (immer) für besonders beglückend halte, ist meine Motivation dazu natürlich erst recht eher gering, mir alles selbst zu “erkämpfen” 😀

  • Florian says:

    Danke dafür, dass Du Indien trotz anfänglicher Bedenken eine Chance gegeben hast. Ich habe natürlich keine Vorstellung, wie Indien als alleinreisende Frau ist.

    Aber selbst als Mann ist Indien sicher nicht für jeden und manchmal bin ich mir gar nicht so sicher ob Indien etwas für mich ist. Meine Freundin hatte auf jeden Fall nach 2 Mal genug 😉

    Aber eins steht fest, Indien macht genau das, was viele Reisende von einer Reise erwarten: Es verändert Dich und rüttelt Dich auf und lässt Dich im besten Fall als anderen Menschen zurück kommen. Vielleicht nicht in einer ganz so magischen Weise, wie die ganzen schlauen Sprüche über das Reisen versprechen, aber doch so ähnlich 😉

    Danke auch für’s Verlinken.

    • Stefanie says:

      Den letzten Absatz kann ich unterschreiben. So hätte ichs auch gern in den Artikel geschrieben, aber ich konnte es nicht so schön nüchtern und nicht-romantisierend ausdrücken wie du 😉

  • Ulrike says:

    Hallo Steffi,
    das ist ein toller Artikel über Indien! Sehr ausgewogen und ohne die übliche übertriebene Schwärmerei. Danke! Und danke auch dafür, dass Du meinen Bericht erwähnst.
    Nur: Das mit dem Lächeln habe ich nicht so erlebt. Wahrscheinlich, weil ich mich kaum getraut habe, irgendwem ins Gesicht zu gucken. Das war so ganz anders als bei meinen Reisen in China.
    Ich wünsche Dir weiterhin viele schöne Reisen
    Ulrike

    • Stefanie says:

      Hallo Ulrike!

      Danke für dein Lob, denn genau so wollte ich es vermitteln 🙂
      (Ich hatte während der Reise übrigens öfter die eine Diskussion aus der Facebook-Gruppe im Kopf, die du mal angezettelt hast 😉 )

      Wegen dem Lächeln weiss ich auch nicht ob das jedem so gehen wird. Ich habe generell ein offenes, positives Gemüt und suche oft selbst den Blickkontakt oder lächle jemanden an – zumindest in Indien, in Deutschland würde man ja denken, dass mit mir irgendwas nicht stimmt 😉

      Lg Steffi

  • Sehr guter Artikel! Auch wenn es in Indien teilweise für Frauen ein bisschen schwer werden kann – ich empfehle jedem eine Reise nach Indien. Kein anderes Land hat mich so geprägt. Vielen Dank für’s Verlinken meiner “Not-to-do Liste für Indien”!

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